Berg- und Schitourenseite

 

 

Ankündigung: Letztes Bergwetterseminar im Jahr 2020 am 17.10.2020

Als Sommerabschluss, zum Höhepunkt der herbstlichen Wandersaison und quasi als Einstimmung auf den bevorstehenden Winter findet am Samstag dem 17. Oktober 2020 am Dobratsch nochmals ein Bergwetterseminar statt.

Ein letztes Mal in diesem Jahr dreht sich bei einer gemeinsamen "Wetterwanderung" alles um Wolken, Regenschauer und Gewitter, aber auch um Hochnebel und Schneefall, die Klimaveränderung am Berg und alle anderen Fragen, die ihr so zum Thema Wetter und Klima habt.

Grundsätzlich findet das Bergwetterseminar bei jedem Wetter statt, wir wollen ja das Wetter am Berg erleben (Ausnahmen: ganztägiger Starkregen oder extremer Sturm).

Da die Teilnehmeranzahl begrenzt ist bitte ich um verbindliche Anmeldung unter:

berg.und.schitourenseite@gmail.com

 

Ich freue mich auf einen spannenden Wettertag am Dobratsch!

16.9.2020 Tolzer, Gaugen, Stawipfel und Annaruhe

Die Kreuzeckgruppe, ja, bei dieser Gebirgsgruppe komme ich immer wieder ins Schwärmen. Zuletzt im Winter, als wir mit den Tourenschiern rund um den Tolzer unterwegs waren. Damals schon hatte ich den Plan gefasst, im Sommer einmal wieder zu kommen um das Gelände für weitere Schitouren auszukundschaften. Nachdem ich kein Auto hatte ging es mit dem Zug und einem ausgeborgten E-Bike nach Greifenburg. Vom Bahnhof hieß es die knapp 1000 Höhenmeter hinauf zum Gaugenschutzhaus zu treten. Und auch wenn es ein E-Bike war, 1000 Höhenmeter müssen trotzdem getreten werden.

Zu Fuß ging es dann auf den Tolzer und den Gaugen. Der Weiterweg Richtung Stawipfel führte mich über den herrlichen breiten Rücken zwischen Tolzer und Putzen und schließlich hinab in das Schanitzentörl. Von dort leiten alte Markierungen und hin und wieder auch Steigspuren entlang des Südrückens bzw. Südgrates hinauf auf den Stawipfel. Ob eine Überschreitung vom Stawipfel zur Annaruhe möglich ist, habe ich im Internet nicht wirklich herausgefunden. Wie es aber der Zufall so will, wusste die einzige Person, die ich an diesem Tag nach dem Tolzer getroffen habe, Bescheid. Denn dieser schon etwas ältere Wanderer hatte den Stawipfel von der Annaruhe her überschritten und erzählte mir, dass er selbst vor 20 bis 30 Jahren den Übergang zwischen Annaruhe und Stawipfel markiert hätte. Also konnte ich diesen kurzen Teil guten Gewissens ins Angriff nehmen. Wenn man etwas Gespür für die richtige Route hat und die alten Markierungen erkennt, schafft man diesen Gratabschnitt auch relativ leicht.

Von der Annaruhe ging es dann flotten Schrittes hinab zur Bödenalm und zurück zum Gaugenschutzhaus. E-Bike und Zug brachten mich schließlich wieder zurück nach Hause.

9.9.2020 Marchkarspitz und Arlhöhe

Nur einen Tag nach der Eiskargletschermessung ging es schon wieder ab in die Berge. Wie jedes Jahr durfte ich auch heuer wieder angehende Bergretter im Rahmen einer Ausbildungswoche beim Kölnbreinspeicher zum Thema Bergwetter schulen.

Nachdem ich vom Vortag noch etwas müde war, wollte ich es gemütlich angehen. So war es der Plan vom Kölnbreinstüberl zum Winschnabel zu wandern. Als ich dann aber auf der Marchkarscharte stand, lachte mich das Marchkarspitzgipfelkreuz sowie eine Markierung dorthin an. Die Markierungen führten aber nicht auf den Gipfel sondern hinüber zur Arlscharte. Also hieß es bei passender Gelegenheit das markierte Steiglein verlassen und weglos zum Grat hinauf aufzusteigen. Dort angelangt, fand ich dann wieder ein paar Steinmännchen, welche mir den Weg zum Gipfelkreuz leiteten.

Da ich beim Abstieg noch etwas Zeit hatte, entschied ich mich auf der Arlscharte noch schnell die Arlhöhe mitzunehmen.

Der Weinschnabel muss also noch etwas warten. Aber nächstes Jahr darf ich weiter schulen und dann könnte auch der Weinschnabel einmal an die Reihe kommen.

8.9.2020 Eiskargletschermessung 2020

Anfang September geht es im Auftrag des OeAV immer zum südlichsten Gletscher Österreichs, dem Eiskar in den Karnischen Alpen, um dessen Längenänderung im Vergleich zum Vorjahr zu messen.

Das Gletscherhaushaltsjahr 2019/20 war in vielerlei Hinsicht komplett konträr zu seinem Vorgänger. Im Winter 2018/19 schneit es erst extrem spät (April und Mai) und bereits der Juni war der wärmste Sommermonat. Im Winter 2019/20 schneit es nur sehr früh (nähmlich im November und Dezember) und erst der August war der wärmste Monat der Schmelzsaison. Im September 2019 waren wir nur zu zweit am Gletscher unterwegs, heuer umfasste das Messteam rekordverdächtige 11 Personen plus einen Journalisten der Kronen Zeitung sowie einem Kamerateam.

Die klassische Längenmessung rückte heuer fast in den Hintergrund. Dabei sind die Ergbnisse grundsätzlich erfreulich. Denn bis auf einen Messpunkt im östlichen Gletscherteil, wo sich das Eis ein wenig zurückgezogen hat, liegen noch alle Messpunkte unter dem Altschnee des letzten Winters.

Wie schon im September 2014 wurde auch heuer wieder ein Schneeschacht zur Eruierung der Schneedichte gegraben und auch die Schneehöhe wurde mittels einer Lawinensonde gemessen (alle Ergebnisse dazu im ausführlichen Bericht Eiskagletschermessung).

Ganz besonders gefreut hat es mich aber, dass die KELAG mit einem terrestrischen Laserscanner mit im Eiskar war. Fast wären diese Messungen jedoch dem hartnäckigen Hochnebel zum Opfer gefallen. Aber da wir heuer auch von einem Kamerateam begleitet wurden, dauerte alles etwas länger als sonst und so waren wir auch am Nachmittag noch am Gletscher unterwegs, als der Hochnebel endlich verschwand.

Zusätzlich wurden heuer alle Messpunkte mittels hochauflösendem GPS eingemessen.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei allen Mitstreitern bedanken, welche die großen Anstrengungen auf sich genommen haben. Denn jeder oder jede der/die schon einmal mit im Eiskar war weiß, diese Mühen sind nur für Ruhm und Ehre und ev. noch für ein gutes Loncium :-).

4.9.2020 Lasörnsee und Seemannwand

In weiser Voraussicht habe ich meinen heutigen Arbeitstag schon auf den Mittwoch vorverlegt, denn wer will schon im Büro sitzen, wenn draußen die Sonne scheint. Mein Bergfreund Christoph von Chrisport konnte sich den Tag auch freischaufeln. Fehlte nur mehr ein nettes Ziel. Vielleicht ein Berg, wo sich die Anfahrt mit einem E-Bike auszahlt, weil man sonst ewig dorthin brauchen würde. Aus diesem Grund fiel unsere Wahl auf die Seemannwand im Pöllatal. Bisher kannte ich diesen Gipfel nur von einer nebeligen Schitour. Dieses Mal sollte das Wetter wunderbar sein. So ging es vom Parkplatz im Pöllatal mit E-Bike-Unterstützung hinauf zur Lasörnhütte, welche im Sommer übrigens bewirtschaftet ist. Der Kuchen ist absolut zu empfehlen :-) Von der Hütte ging es dann am markierten Steig bis zum Lasörnsee und von diesem steiglos aber unschwierig bis knapp unter den Gipfel. Die letzten 4 Höhenmeter sind dann etwas kniffliger, aber mit leichter Kletterei auch schaffbar. Wenn man vom Tal aus zu Fuß auf diesen Berg will, muss man neben einer guten Kondition wohl auch einen starken Willen mitbringen.

21.8.2020 Reißkofel

Der kürzeste Weg auf den Reißkofel führt von der Südseite über die Jochalm auf den Gipfel. Eine besonders im Abstieg traumhaft schöne aber als Tagestour ausgesprochen lange Variante ist hingegen der alternative Aufstieg von Weißbriach aus. Dazu muss man nämlich zunächst den langen Gösseringgraben bis zur Compton Hütte marschieren. Von dort geht es dann hinauf zum Köfeletörl und weiter zum Gipfel. Für den Abstieg empfiehlt sich dann die aussichtsreiche Gratwanderung über den Sattelnock nach Osten zur Napalnalm und von dort zurück hinunter nach Weißbriach. Bei schönem Wetter ist der Blick in die Karnischen und Julischen Alpen einfach wunderschön. Besonders wenn dann vielleicht auch die Nachmittagssonne für herrliche Licht- und Schatteneffekte sorgt.

Panorama vom Reißkofelgipfel nach Osten
Panorama vom Reißkofelgipfel nach Osten

18.8.2020 Garnitzenklamm

Mit Kinderaugen sieht die Welt ganz anders aus. Denn für manch einen Erwachsenen könnte die Garnitzenklamm zu wenig "schluchtig" erscheinen. Für die Kinder ist es aber einfach herrlich immer wieder zum Wasser hinunter zu können und dort nach Herzenlust zu spielen. Wer dann noch alle vier Teile der Garnitzenklamm erwandert und über das Kirchlein St. Urban zurück zum Ausgangspunkt geht, absolviert auch eine ordentliche Halbtagestour.  Für ganz Mutige empfiehlt sich sogar die Mitnahme von Badesachen, wenngleich der Garnitzenbach schon sehr frisch ist, aber die unglaubliche Farbe in den Naturpools ist dann manchmal doch sehr verlockend.

15.8.2020 Weißenbachklamm

Klein aber fein, unter dieses Motto könnte man diese eher unbekannte Klamm im Gitschtal stellen. Zwar kann sie nicht mit den spektakulären Wasserfall- und Wandhöhen anderer Schluchten mithalten, dafür findet man hier noch ein sehr ursprüngliches und natürliches Umfeld. Nur kleine Stege führen über den Weißenbach und über kurze Leitern überwindet man das ein oder andere Mal einen Felsaufschwung. Zuletzt wartet aber eine etwa 10m hohe Leiter auf die Wanderer, welche man so wohl in keiner anderen Klamm oder Schlucht finden dürfte.

8.8.2020 Falkert (Murmelsteig) und Rodresnock

Vor genau einem Monat habe ich mir einmal den Murmelsteig hinauf zum Falkertspitz angeschaut. Ob die Kinder die Tibetbrücke schon schaffen würden? Nachdem ich damals einen 7-jährigen Burschen ohne Probleme drüber gehen gesehen habe, hatte ich eigentlich kaum Zweifel. Und tatsächlich war der Steig dann für die Kids problemlos zu schaffen. Der Kleinste musste sich bei der Tibetbrücke zwar gewaltig strecken und im oberen Teil machte sich dann bei allen langsam die Erschöpfung bemerkbar, aber alle haben die Tour wunderbar gemeistert. Als Zugaben haben wir auch noch den Rodresnock mitgenommen und zur Belohnung gab es bei der Rückfahrt noch eine herrliche Abkühlung im Afritzer See. Da kommt beim Bergsteigervater Freude auf :-)

6.8.2020 Gamskarlspitz

Gamskarlspitz, noch nie gehört? Dieser kleine aber feine Gipfel liegt am Tauernhauptkamm etwas westlich des Ankogels. Schon vor rund 20 Jahren bin ich mit meinem Vater über das Gamskarlkees und den Ostgrat auf diesen Gipfel aufgestiegen. Dieses Mal wählte ich für den Aufstieg die "Normalroute". Aber wer sich jetzt einen fein markierten Steig vorstellt, den muss ich hier enttäuschen. Wer auf diesen einsamen Gipfel gelangen möchte muss schon sehr genau schauen und ein gutes Gefühl für den einfachsten Weg haben. Denn sobald man den markierten Höhenweg knapp östlich der Mindener Hütte verlässt, finden sich nur mehr wenige Steinmännchen und höher oben alte Markierungen, welche Richtung Gipfelkreuz leiten. Knapp unter dem höchsten Punkt muss man auch seine Armkraft unter Beweis stellen. Denn ein kurzer mit einem dünnen Stahlseil versicherter Felsaufschwung erfordert Kraft und etwas Mut. Direkt beim Gipfel wartet dann eine gemütliche Holzbank auf die Bergsteiger. Fazit: Ich liebe einfach diese einsamen Berge.

1.8.2020 Bergwetterseminar am Dobratsch

Auch das zweite Bergwetterseminar in diesem Jahr am Dobratsch war ein voller Erfolg.

Hatten wir am 18. Juli bei leichtem Nordwind und nur etwa 5°C am Gipfel noch kalt gehabt, war davon Anfang August nichts zu spüren. Fast 20°C am Gipfel, kaum Wind und Sonnenschein begleiteten uns beim zweiten Termin.

Der Schwerpunkt lag dieses Mal ganz klar in der Beobachtung und Interpretation der Quellwolken. Wann kann so eine Wolke für mich als Wanderer "gefährlich" werden und wohin wird sie überhaupt ziehen?

Aus diesem Grund ließen wir die Quellwolken von ihrer ersten Entstehung um etwa 9h bis zum Ende des Bergtages gegen 16h nicht aus den Augen. Immer wieder konnten wir das Aufbauschen und Zusammenfallen der Wolken über den Nockbergen oder auch den Julischen Alpen beobachten.

Und dann als der Bergtag für uns schon beendet war, entwickelte sich aus einer Quellwolke über der Gerlitzen tatsächlich ein gewittriger Regenschauer, welcher auch über den Dobratsch hinwegzog.

30.7.2020 Mittagskogel NO-Grat Sonnenuntergangstour

Wie oft habe ich diesen Sommer am Abend schon vom Tal aus auf den wunderschön beleuchteten Mittagskogel geschaut und mir gedacht, wie schön wäre es jetzt, dort oben zu stehen. Einer sponatnen Eingebung folgend packte ich nach einem frühen Abendessen meinen Rucksack und ab ging es Richtung Berta Hütte. Die Straße hinauf ist im Moment übrigens ganz ok.

Vom Parkplatz in knapp unter 1200m ging es im Eilzugtempo hinauf zur Hütte. Am NO-Grat ließ ich es dann etwas gemütlicher angehen, denn immer öfter musste ich die herrliche Stimmung mit der Kamera einfangen.

Nachdem die Sonne dann hinter einer Gewitterwolke über Osttirol verschwunden war, dachte ich schon, das war es jetzt. Doch am Gipfel wurde ich dann nochmals mit unglaublichen Lichtstimmungen belohnt. Gleichzeitig sorgten flache Wolken südlich der Karawanken für herrliche Fotomotive.

Was soll man da noch sagen?

Vielleicht einfach nur: Danke!

25.7.2020 Zirmsee

Unter dem Motto "Tiefgekühlte Geschichte" ging es im Rahmen der Nationalparkakademie vom Alten Pocher im Kleinen Fleißtal hinauf zum Zirmsee. Der Archäologe Thomas Bachnetz von der Uni Innsbruck gab spannende Einblicke in die archäologische Aufarbeitung des Goldbergbaus in der Goldzeche (einem teils noch vergletscherten Hochkar südlich des Hocharns) und ich durfte den interessierten Teilnehmern Einiges über die Entwicklung der Gletscher in den Hohen Tauern und den Klimawandel erzählen.

21.7.2020 Rotschitza Klettersteig

Nachdem wir im Mai schon zahlreiche Klettersteige am Kanzianberg und der Peterlewand in St. Urban am Ossiacher See getestet haben, ging es nun für die Kinder zum ersten Mal auf einen etwas längeren Klettersteig. Der Rotschitza Klettersteig oberhalb der Baumgartner Höhe hoch über dem Faaker See bietet sich da sehr gut an. Denn die Anreise von Villach ist nicht lange und der Zustieg ist relativ kurz. Er ist zwar mit 45min angeschrieben, selbst mit Kindern ist diese Zeit aber leicht zu unterbieten. Der Klettersteig selbst ist mit B/C bewertet, man sollte mit Kindern also doch schon etwas geübt haben, bevor man diesen Steig in Angriff nimmt. Die Seilbrücken über den Bach sind auch für kleinere Kinder perfekt zu gehen und machen wirklich Spaß.  Durch die Nähe zum Bach, welcher bei einer kleinen Seilbrücke auch für Spritzeinlagen sorgt, macht dieser Klettersteig auch ein heißen Tagen Spaß.

19.7.2020 Mittagsnock (Gailtaler Alpen)

Letztes Jahr habe ich den Mittagsnock vom Gitschtal aus bestiegen. Damals im Rahmen einer Höhenwanderung von Weißbriach bis nach Hermagor. Dieses Mal machten wir uns vom Weißensee aus hinauf auf diesen "kleinen" Gipfel. Zunächst ist der Aufstieg durch Wald und über Wiesen relativ unspektakulär. Bevor der zunächst breite Kamm erreicht wird, bewegt man sich aber schon durch einen herrlich ursprünglichen Wald. Die Gratwanderung hin zum Gipfel bietet dann doch einige spannende Tiefblicke. Beim Rückweg ging es noch auf einen Einkehrschwung zur Naggleralm.

18.7.2020 Bergwetterseminar am Dobratsch

Endlich war es so weit und das erste Bergwetterseminar im Jahr 2020 konnte über die Bühne bzw. über den Berg gehen. Denn bei diesem Seminar sind wir (nomen est omen) draußen am Berg unterwegs und weil wir ja auch etwas über das Wetter lernen wollen bei jedem Wetter.

So ging es an einem interessanten Wettertag mit einer sehr interessierten Gruppe von der Roßtratten hinauf zum Dobratsch Gipfel. Schon beim Aufstieg wurden zahlreiche Wetterthemen angesprochen.

Nach dem Gipfelsieg folgte im Gipfelhaus ein "theoretischer" Block mit zahlreichen praktischen Tipps zum Thema Bergwetter aber auch zur Wolkenkunde und wie man sie im Gelände für seine Tourenplanung nutzen kann. Nach dem Mittagessen ging es wieder raus zur Wetterstation und dann trotz ein paar Regentropfen mit bester Laune zurück zum Parkplatz.

 

Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, der Tag hat mir wirklich viel Spaß gemacht und wettertechnisch war auch so einiges dabei!

8.7.2020 Falkert (Murmelsteig B/C) und Rodresnock

Endlich komme ich wieder regelmäßig hinaus auf die Berge! Und nachdem ich heute am Vormittag in Feldkirchen zu tun hatte nahm ich gleich Wanderzeug und Klettersteigausrüstung mit, um mir am Nachmittag einmal den Murmelklettersteig am Falkert anzuschauen. Vom Falkertsee weg geht es zunächst gemütlich und höher und dann steil hinauf zum Einstieg. Der Steig selbst ist angenehm zu gehen, einzelne etwas ausgesetztere Passagen wechseln mit leichten Abschnitten ab. Den Höhepunkt des Steiges stellt sicherlich schon die Nepalbrücke dar. Wer mit dem Klettersteiggehen beginnen möchte, findet hier sicherlich einen schönen Steig vor.

Vom Falkertspitz ging es dann noch schnell hinüber zum Rodresnock und so war eine kleine aber feine Nachmittagsbergtour auf der Welt.

Westpanorama vom Falkertspitz
Westpanorama vom Falkertspitz

2.7.2020 2. Eiskarbegehung im Jahr 2020 oder wie fühlen sich 12m Schnee an?

Der Winter 2019/20 hatte ja besonders zu Beginn (im Noveber 2019) extreme Neuschneemengen am südlichsten Gletscher Österreichs gebracht. Nach einem schneearmen Hoch- und Spätwinter folgte ein praktisch neuschneeloser aber "nur" durchschnittlich warmer Mai. Die noch größere Sensation war dann ein durchschnittlich temperierter Juni. Dies war zuletzt 2013 der Fall.

Nachdem es mir Ende Mai leider nicht möglich war zum Gletscher aufzusteigen, konnte ich mir nun höchst persönlich ein Bild von der Schneelage im Eiskar machen. Schon der erste Blick über den Gletscher war ganz zufriedenstellend. Bis auf wenige kleine Bereiche im östlichen Gletscherteil ist noch der gesamte Gletscher mit Schnee bedeckt. Noch erfreulicher wurde es dann im Laufe der Schneehöhenmessungen am Gletscher. Hierfür haben wir eine 12m lange Lawinensonde mitgeführt, wobei die 12m doch sehr optimistisch erschienen, nachdem das Sondierungsteam Ende Mai 2020 "nur" eine maximale Schneehöhe von knapp über 11m feststellen konnte.

Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Denn bei den Schneehöhensondierugen war man Ende Mai in rund 8m Tiefe auf eine Eisschicht gelangt, welche mit der Sonde nicht durchstoßen werden konnte. Damals hatte das Messteam geglaubt, sie hätten die Eisoberfläche erreicht. Anfang Juli konnten wir unter großer Anstrengung diese extrem kompakte Schicht durchstoßen. Im Bereich des Eisscheitels sowie in der gesamten Gletscherzunge haben wir die 12m lange Lawinensonde mehrmals komplett versenkt! Das entspricht in etwa der Höhe eines 3-geschoßigen Hauses!

Man muss sich diese Zahl einmal auf der Zunge zergehen lassen. Mehr als 12m Schnee am 2. Juli! Nur zum Vergleich: am Sonnblick in den Hohen Tauern liegt auf rund 3000m aktuell etwas mehr als 3m Schnee. Das zeigt schon, welch außergewöhnlicher Gletscher sich hier in den Karnischen Alpen befindet und wie wichtig es ist, dessen Veränderung und Entwicklung zu beobachten und zu dokumentieren.

30.6.2020 Dobratsch

Wie konnte mir das nur passieren? Plötzlich war um mich herum nur mehr Nebel. Die reinste Suppe mit null Sicht.

Damit euch genau das nicht passiert gibt es am 18.7.2020 und am 1.8.2020 jeweils ein Bergwetterseminar am Dobratsch.

Wo gibt es die besten Wetterinfos und wie kann ich einschätzen, ob eine Quellwolke für mich gefährlich wird/ ist oder nicht. Diese Fragen sowie viele weitere Informationen rund um Wetter und Klima werden im Rahmen einer Wanderung auf den Dobratsch sowie einem Vortrag im Gipfelhaus behandelt.

 

Während es für das Seminar am 18.7.2020 nur mehr einen freien Platz gibt, sind für das Seminar am 1.8.2020 noch einige Plätze frei (Anmeldungen bitte unter: berg.und.schitourenseite@gmail.com ).

Um ein paar authentische Fotos zu machen war ich heute bei, ja man könnte sagen, bescheidenen Sichtverhältnissen am Villacher Hausberg unterwegs.

28.6.2020 Starhand

Endlich wieder einmal am Berg unterwegs und es auch richtig genießen. Mit der Familie ging es auf den Starhand in den Karnischen Alpen. Der Blick vom Gipfel in die nahen Julischen Alpen ist immer wieder beeindruckend und im Juni findet man auf den Almflächen unterhalb des Starhands ein wahres Meer aus blühendem Almrausch. Viel mehr braucht es dann eigentlich nicht um glücklich zu sein!

31.5.2020 1. Eiskarbegehung im Jahr 2020

Seit 1998 sind entweder der Senior- oder der Juniorgletschermesser jedes Jahr Ende Mai oder Anfang Juni ins Eiskar hinauf gestiegen um die sich einen Eindruck über die Schneehöhen nach dem Winter zu machen. Im Jahr 2020 war es zum ersten Mal der Fall, dass beiden Gletschermessern ein Aufstieg nicht möglich war und wir hatten uns schon mit dem Gedanken abgefunden trotz des spannenden Winterhalbjahres erst im Juli die ersten Schneemessungen am südlichsten Gletscher durchführen zu können.

Aber glücklicherweise können wir auf einen sehr umfangreichen, motivierten und auch erfahrenen Eiskarhelferkreis zurückgreifen. Und so oblag dieses Jahr die verantwortungsvolle und spannende Aufgabe, die "Winterbegehung" zum Eiskar samt Schneehöhenmessung zu leiten, bei meinem Bruder.

Wie so oft in den letzten Jahren wurden das kleine aber konditionsstarke Messteam auch heuer wieder von Mitgliedern der Bergrettung Kötschach-Mauthen begleitet. Ein herzlicher Dank an dieser Stelle für die jahrelange Unterstützung und Freundschaft.

Wenn man nicht selbst zum Gletscher aufsteigen kann, bleibt einem zu Hause nichts anderes übrig als zu warten bis die Meldung von der erfolgreichen Begehung eintrifft.

Die Daten der Schneehöhenmessung sowie die Bilddokumentation der "Winterbegehung" haben aber schließlich die im Vorfeld gesteckten Erwartungen im Großen und Ganzen ziemlich genau erfüllt.

Mit einer mittleren Schneehöhe von 6,6m liegt heuer etwas mehr Schnee als im Durchschnitt der letzten 10 Jahre. Die größte Schneehöhe wurde mit 11,3m gemessen. Durch den fehlenden Hoch-und Spätwinterschnee präsentiert sich die Schneedecke am Gletscher schon jetzt relativ "schmutzig", wie es sonst erst etwa einen Monat später der Fall ist. Die gewaltige Schneefälle im Frühwinter haben aber dafür gesorgt, dass die Schneedecke sehr kompakt ist und im Gegensatz zum letzten Jahr dürfte sich der Schnee deutlich länger in den Sommer hinein halten.

Zum Schluss nochmals mein ausdrücklicher Dank an Michi, Schurli, Richard und Mario für ihren Einsatz!

29.5.2020 Mallestiger Mittagskogel

In Zeiten wie diesen hat man es als Bergsteiger in einem Grenzgebiet nicht leicht. Die meisten Gipfel der Karawanken oder auch Karnischen Alpen liegen unmittelbar an der Staatsgrenze und viele Wanderwege führen zumindest für kurze Zeit über italienisches oder slowenisches Staatsgebiet. Wenn man den Grenzübertritt am Wanderweg wagt, muss man dann nach der Tour in eine 14-tägige Quarantäne?

Darf ich vom Sattel oberhalb der Mitzl-Moitzl Hütte nach Süden auf den Murnovec gehen? Ist der Weg entlang der Grenze hinauf zum Schwarzkogel oder Mallestiger Mittagskogel noch erlaubt?

Antworten darauf sucht man wahrscheinlich vergebens.

Aber der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass dies doch kein Problem sein kann. Und so sehen es scheinbar auch viele Wanderer, denn auf den Gipfeln oberhalb der Baumgartner Höhe waren heute einige Leute unterwegs.

1.5.2020 Berg frei!

Jetzt ist es auch wieder ganz offiziell erlaubt Bergtouren zu machen. Der Alpenverein empfiehlt dabei weniger stark frequentierte Ziele auszuwählen.

Auf der Berg- und Schitourenseite findet ihr zahlreiche einsame und teils auch unbekannte Tourenvorschläge. Um die Übersichtlichkeit zu erleichtern habe ich die Unterteilung in einzelne Gebirgsgruppen erhöht. So finden sich ab sofort Bergtouren in den Gailtaler Alpen von den Karnischen Alpen getrennt. Dadurch findet ihr einzelne Touren deutlich schneller.

Auf der großen Übersichtskarte sind natürlich weiterhin alle hier beschriebenen Touren eingezeichnet.

 

Aufgrund einer Zwangspause werden sich neue Beiträge auf der Berg- und Schitourenseite aber voraussichtlich bis Ende Juni leider sehr stark in Grenzen halten.

10.3.2020 Oisternig- Aussicht

Nach einem gelungenen Schitourenwochenende im Lungau buw. der Steiermark wollte ich auch einen freien Tag in der Heimat für eine Schitour nutzen. Eigentlich wollte ich ja wieder einmal auf den Monte Lussari gehen, aber die Corona-Krise hat mich davon Abstand nehmen lassen. So hieß es ein Ziel in den heimischen Bergen und auch eine Begleitung zu finden. Das Ziel war schnell gefunden und schließlich fand sich auch ein lieber Bergfreund als Begleitung. Von der Hoffnung, zumindest bis auf 1000m Seehöhe Richtung Werbutzalm auffahren zu können, mussten wir uns trotz Allradunterstützung schon in rund 860m Seehöhe verabscheiden. Aber der Neuschnee von Anfang März ermöglichte zumindest einen problemlosen Aufstieg über den Forstweg bis zur Alm. Von dort ging es über eine wunderbare Mulde durch 40cm Pulverschnee hinauf zur Aussicht. Die Abfahrt war dann durch die Mulde sowie über weite Teile der Werbutzalm wirklich lohnend. Oben schöner Pulver, der mit abnehmender Seehöhe zunehmend schwieriger wurde. Am unteren Rand der Alm gab es kurz Bruchharsch. Am Forstweg im Wald ging es dann aber über patzigen Schnee super talwärts. Nach den miden Temperaturen nach dem 10.3.2020 dürfte man aber schon deutlich weiter mit dem Auto Richtung Werbutzalm auffahren können.

8.3.2020 Sauofenscharte und Schimpelscharte

Welch ein Kontrast! Am Vortrag waren wir bei stürmischem Wind zusammen mit zahlreichen anderen Schitourengeherinnen und Schitourengehern am Preber unterwegs. Und am nächsten Tag genossen wir die Einsamkeit und Ruhe etwas weiter östlich in den Schladminger Tauern. Besonders auf der Nordseite der Sauofenscharte, im Hüttkar, sowie am Weg zur Schimpelscharte fanden wir traumhaftes Schitourengelände abseits der stark frequentierten Routen vor. Endlos weite Flanken, herrliche Kare, Pulverschnee und unverspurte Hänge warteten auf uns. Schöner kann Schitourengehen kaum sein. Die Gruppe kam trotz der doch recht langen Tour aus dem Schwärmen nicht heraus. Dazu begleitete uns die längste Zeit traumhaftes schönes Winterwetter. Schitourenherz, was willst du mehr?

7.3.2020 Preber

Der Preber ist wohl eines der beliebtesten Schitourenziel in Österreich! An jedem schönen Wochenende tummeln sich hier hunderte Schitourengeher. An einem mäßig windigen und nicht ganz so schönen Samstag sahen wir unsere Chance gekommen, diesen Berg einmal ohne Menschenmassen zu erleben. Dazu erhofften wir uns ganz passablen Pulver.

Der mäßige Wind entpuppte sich jedoch als teils stürmischer Nordwestwind, welcher die -9°C am Gipfel wie -18°C erscheinen ließ. Beim Aufstieg traute ich einem bereits abfahrenden Schitourengeher nicht so recht, der von einem Iglu unmittebar am Gipfel erzählte. Doch oben angekommen staunte ich nicht schlecht, als sich direkt neben dem Gipfelkreuz ein wunderbar großer Iglu, der innen mehreren Personen Platz und Schutz bot, erhob. Bei der Abfahrt fanden wir dann auch den passablen Pulver vor und da wir eher unter den ersten Abfahrern waren, konnten wir uns die besten Hangpassagen noch selber aussuchen. Denn das halbwegs alleine sein, ist am Preber scheinbar nur ein frommer Wunsch. Trotz des Windes und der teils eingeschränkten Sicht pilgerten zahlreiche Sportler auf diesen Gipfel. Bei ähnlichen Bedingungen findet man in Kärnten oder Osttirol selbst auf Standardschitouren nur wenige ambitionierte Schitourengeher. Aber für uns war es trotzdem eine spannende Tour, die uns allen in Erinnerung bleiben wird.

27.2.2020 Kosiak

Unglaublich, aber  es gibt ihn noch, den Neuschnee im Winter. Im Klagenfurter Becken hat es zwar nur für den einen oder anderen Zentimeter gerreicht und auch im Westen ist nur wenig Neuschnee gefallen. Aber in den Karawanken hat es zum ersten Mal seit gut zwei Monaten wieder richtig kräftig geschneit. In Lagen um 1000m waren es rund 10 bis 20cm, ab 1500m rund 30-50cm Neuschnee. Den frischen Pulver wollten wir genießen und so entschieden wir uns, dem Kosiak einen Besuch abzustatten. Aufgrund der fehlenden Unterlage muss man leider fast den gesamten Weg von der Stouhütte bis knapp unter die Matschacher Alm am Forstweg aufsteigen bzw. abfahren. Die Westflanke vom Kosiak hatte aber heute herrlichen Pulver zu bieten. Bei der Abfahrt staubte es so richtig und die meisten hatten ein breites Grinsen im Gesicht. Wer aber auf eine Stelle ohne Schneeunterlage kommt, muss mit Steinkontakt rechnen, denn gerade in den sonnseitigen Hängen war es vor dem Schneefall bis weit hinauf aper.

20.2.2020 Nockberge Durchquerung

Seit Jahren schon träume ich von einer Schidurchquerung der Nockberge. Aber entweder hatte ich keine Zeit, wenn die Schneelage gut war, oder ich hatte Zeit aber die Schneelage passte nicht, oder ich hatte keine passende Begleitung.

Aber im Feber 2020 war es nun endlich so weit. Der extrem schneereiche Frühwinter hatte die Hochlagen der nördlichen Nockberge mit reichlich Nassschnee eingedeckt, sodass nur die exponiertesten Rücken und Grate abgeblasen sind. In den Mulden oder auch den Tälern liegen teils sehr große Schneemengen. Im Bereich der Grundalm erinnern die Schneehauben auf den Steinen und Baumstümpfen eher an die Julischen Alpen als an die Nockberge. Damit passte einmal die Schneelage.

Mein Vater hatte sich gleich als Chauffeur angeboten. Er würde "nur" bis auf den Königstuhl gehen und die Durchquerer dann in St. Oswald abholen. So konnten wir die Tour in vollen Zügen genießen. Nur das Wetter war nicht ganz auf unserer Seite. Eigentlich war die Tage zuvor auch von uns selbst teils noch strahlender Sonnenschein prognostiziert worden. Aber am Tag der Durchquerung mussten wir feststellen, dass selbst zwei so motivierte schitourengehende Meteorologen  nicht vor einer Fehlprognose gefeit sind.

Trotzdem war es eine herrliche Tour und eines ist sicher, wir kommen wieder...

18.2.2020 Dobratsch - Abfahrt über den Lahner Richtung Bad Bleiberg

Nachdem es nun seit 2 Monaten keinen nennenswerten Neuschnee mehr gegeben hat und die Temperaturen ebenso lange durchwegs über dem langjährigen Durchschnitt lagen, ist die Schneelage in den tieferen Regionen im Raum Villach aktuell sehr bescheiden. Also entschied ich mich auf die Roßtratte zu fahren, den Gipfel des Dobratsch zu erwandern und dann in den Lahner hinunter abzufahren. Normalerweise ist mir sowas ja nicht sympatisch, in einen steilen Hang einzufahren ohne die genauen Verhältnisse zu kennen. Aber bei der aktullen Schneelage habe ich mir keine großen Überraschung erwartet. Der Lahner selbst war dann vielleicht etwas glatter poliert als gedacht, aber in Summe ganz gut zu fahren. Die Abfahrt erfolgte übrigens bis auf rund 1550m. Für den Rückanstieg sind derzeit unbedingt Harscheisen notwendig.

8.2.2020 Kleiner Ankogel - Abfahrt nach Böckstein

Immer wieder schon hat mich ein lieber Freund in den letzten Jahren gefragt, wann wir denn endlich einmal von der Radeckscharte nach Böckstein abfahren werden. Nun, Anfang Feber 2020 war es so weit.

Aber die Tour hat gleich einmal mit einem "Schock" begonnen:

Das Schitourenticket für die Bergfahrt mit den zwei Gondelsektionen im Schigebiet Mallnitz kostet mit Stand 2020 € 30! In anderen Schigebieten kann man dafür einen ganzen Tag Schi fahren. In Mallnitz gerade einmal zwei Gondeln benutzen, welche ihre beste Zeit so wie das ganze Drumherum schon lange hinter sich haben und eher an den "Ostblock" erinnern.

Naja, einmal macht man das, aber wer keinen Schipass hat, dem kann ich diese Aufstiegsvariante echt nicht empfehlen.

Oben im Gelände ist der Grant aufgrund des schönen Wetters aber bald verflogen. Die Abfahrt hinab ins Anlauftal war dann ganz gut, schönen Pulver gab es aber, wie erwartet, nur in sehr geschützten Mulden.

29.1.2020 Hilmersberg

Nach der Sonnenaufgangstour auf den Mohar folgte im Rahmen der Bergwanderführerausbildung in der Asten nach dem Übungsprogramm auch noch eine Tour auf den Hilmersberg. Nachdem wir beim Start noch wunderschönes Wetter hatten, trübte sich die Sicht mit zunehmender Höhe ein. Wir tauchten zwar nicht in den Nebel ein, das flache Nachmittagslicht in Zusammenhang mit dichten Wolken sorgte jedoch dafür, dass man bei der Abfahrt quasi keine Bodensicht hatte. Aber jedes Mal, wenn ich bei nicht so tollen Bedingungen unterwegs bin, denke ich schon an die nächsten Bergwetterseminare, ein paar "Schlechtwetterfotos" inklusive. Auf die Homepage schaffen es aber nur die Schönwetterfotos :-)

Kurz vor Sonnenaufgang am Mohar
Kurz vor Sonnenaufgang am Mohar

27.1.2020 Sonnenaufgangstour auf den Mohar

Im Rahmen des Winterkurses für den Kärntner Bergwanderführer war ich Ende Jänner 2020 eine Woche lang am Sadnighaus in der Asten stationiert. Zwischen den Übungseinheiten (ausschließlich mit Schneeschuhen) blieb kaum Zeit um die Schiberge rund um das Sadnighaus mit Tourenschiern zu genießen. Am ehesten war ganz zeitig am Morgen oder am späten Nachmittag ein "Loch" für eine kurze Schitour zu finden. Also entschied ich mich den Mohar einmal vor dem Frühstück als Sonnenaufgangstour zu besteigen. Der frühe Start in den Tag machte sich aufgrund der herrlichen Stimmungen voll bezahlt. Die Sonne tauchte bei ihrem Aufgang unmittelbar neben dem Mölltaler Polinik den Himmel in ein wundervolles Licht.

22.1.2020 Rabenkofel

Seit mittlerweile rund 4 Wochen warten wir im Süden der Alpen auf einen ergiebigen Niederschlag. 4 Wochen lang Zeit um bei oftmals strahlend blauem Himmel und für die Jahreszeit ausgesprochen milden Temperaturen Schitouren zu unternehmen. Denn dank des schneereichen Frühwinters liegt oberhalb von 1500m noch immer genug Schnee. Schön langsam bräuchte es aber doch Neuschnee.

Bei unserem heutigen Ziel, dem Rabenkofel in den südwestlichen Nockbergen, liegt am Ausgangspunkt knapp unterhalb von 1500m gerade noch genug Schnee um am Forstweg zu starten. Oberhalb von rund 1700m ist von Schneearmut dann nichts mehr zu sehen. Wer Zeit hat kann sich hier einen Tag lang austoben, oder einfach nur genießen.

Nach der Schitour haben wir dann noch ein paar Runden am herrlichen Spiegeleis des Brennsees (Feldsee) gezogen, das hat man auch nicht alle Tage :-)

17.1.2020 Spiegeleis am Weißensee

Das wochenlange trockene Inversionswetter hat dazu geführt, dass der gesamte Weißensee zugefroren ist. Einen Tag bevor ein "sinnloser" Zentimeter Neuschnee das traumhafte Spiegeleis am 18.1.2020 zugedeckt hat, machten wir uns auf den Weg zum Weißenseeostufer und genossen das wunderbare Eis. Knapp östlich der Brücke war dann Schluss und es ging wieder zurück Richtung Stockenboi.

Alle Eisläufer (so auch wir) waren mit einem breiten Grinser unterwegs. Die Tiefblicke ins kristallklare Wasser sind jedes Mal wieder ein unbeschreibliches Erlebnis und sorgen für faszinierte Blicke bei Jung und Alt.

Nennenswerter Neuschnee für die Südalpen ist in den nächsten 7 bis 10 Tagen übrigens nicht zu erwarten.

10.1.2020 Moschelitzen- Rodresnock

Die Nocky Mountains, wie sie manchmal liebevoll genannt werden, locken heuer gerade in den höheren Lagen mit einer sensationellen Schneedecke. Legte man in anderen Wintern die letzten Höhenmeter zum Gipfel oft über abgeblasene Rücken zurück, liegt heuer selbst auf den höchsten Stellen ausreichend Schnee. Kaum einmal habe ich die Nockberge so weiß gesehen wie heuer. Eine gute Schneelage heißt aber noch nicht, dass auch der Schnee gut zu fahren ist, so hielt sich die Begeisterung bei manch einem Tourengeher über die Schneeverhältnisse in den vergangenen Tagen eher in Grenzen. Die letzten Touren haben aber schon gezeigt, dass man in steileren Südhängen unterhalb von etwa 2000m schon firnähnlichen Schnee findet. Auf der Suche nach diesem Jännerfirn sind wir von der Moschelitzen nach Süden abgefahren. Und tatsächlich. Zwischen etwa 2000 und 1800m gab es herrlichen Firn, welcher so schön zu fahren war, dass wir beim Rückanstieg kurzentschlossen nochmals 200 Höhenmeter abgefahren sind.

6.1.2020 Eckwand und Goldeck

Wie schon in den vergangenen Jahren ist auch der Jänner 2020 in den Südalpen über weite Strecken durch Niederschlagsarmut geprägt. Dank des schneereichen Frühwinters findet man in den höheren Lagen aber noch immer ausreichend Schnee für lohnende Schitouren vor. Pulver sucht man zwar vergeblich, wenn die Fernsicht jedoch jenseits von 100km liegt und man Anfang Jänner in Ruhe am Gipfel sitzen kann ohne zu frieren, dann ist auch ein Mangel an Pulver egal. Aktuell findet man in den steilen Südflanken sogar schon erste Firnansätze, sonst handelt es sich vielfach um glattpolierten teils tragfähigen Harsch.

In höheren Lagen ist die Schneelage aber noch immer ausgezeichnet und die winterlichen Gipfel machen Lust auf weitere Schiunternehmungen!

Wolkenloses Panorama von der Eckwand nach Westen
Wolkenloses Panorama von der Eckwand nach Westen

29.12.2019 Maresenspitz

Die Schneelage Ende Dezember 2019 ist südlich des Alpenhauptkamms oberhalb von etwa 1400m sehr gut. Es gilt also hohe Ausgangspunkte zu wählen. So entschieden wir uns gegen den Pulver am Gmeineck und versuchten unser Glück am mittlerweile selten im Winter begangenen Maresenspitz oberhalb von Mallnitz. Diese Tour startet in knapp 1500m und leitet in direkter Linie bis zum Wintergipfel (2533m). Motivierte Geher so wie wir können dann noch fast bis zum Sommergipfel (2916m) aufsteigen. Erst in etwa 2860m ist am Beginn des schmalen Gipfelgrates Schluss. Im Gegensatz zu den etwas südlicheren Bergen hat der Wind rund um Mallnitz aber selbst in den relativ geschützten Südlagen kräftig gewerkt und so war vom schönen Pulver nur mehr wenig über. Zwischendurch pfiff uns beim Aufstieg der Wind auch noch gehörig um die Ohren. Umso erfreulicher war die Tatsache, dass es am Ende der Schitour auf einem schmalen Gratkopf in 2860m Höhe fast windstill war. Die Abfahrt brachte dann meist tragfähigen, gepressten Pulver und zur Belohnung gab es zum Schluss noch herrliche Föhnwolken zu bestaunen.

26.12.2019 Tolzer

An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit oder zumindest ganz viel Zeit und ganz viel Kraft. Denn wer einmal am Gipfel des Tolzer gestanden ist und nach Norden geblickt hat, der kann als Schitourengeher nur träumen. Träumen von herrlichen Schitouren in einer unberührten Landschaft und das quasi vor der Haustüre. Wobei  es ja eigentlich kein Traum ist, denn man ist ja mitten drin in dieser herrlichen Landschaft. Aber beim Anblick der wunderschönen Hänge kann man fast nicht anders als kommende Unternehmungen zumindest im Geiste schon zu planen. Bei strahlend blauem Himmel und netter Begleitung kann man dann solche Touren noch mehr genießen. Kraft tanken für kommende Aufgaben, oder einfach nur abschalten.

 

Mein Dank gilt an dieser Stelle meiner heutigen Beleitung und dem Christkind bzw. der Firma Smith für einen tollen neuen Schihelm.

10.12.2019 Mala Mojstrovka

Aktuell ist die Schneelage in den Südalpen oberhalb von 1600m zwar gut, die Schneeverhältnisse sind jedoch nicht gerade prickelnd. Bei stürmischem Nordwind heißt es da die Tour auch klug zu wählen. Unsere Wahl fiel auf die Mojstrovka, denn in der südexponierten Gipfelflanke erhofften wir uns etwas Windschatten. Und so war es dann auch. Unten sowie oben am Gipfel wehte der Wind doch recht kräftig, dazwischen war es eigentlich ganz angenehm. Das Schifahren selbst ist aktuell kein wirklicher Genuss, der landschaftliche Eindruck in den Juliern aber schon.

4.12.2019 Faschaunereck (Wintergipfel)

Die Schneelage ist in Kärnten Anfang Dezember 2019 besonders in Lagen oberhalb von 1500m verbreitet schon sehr gut. Es empfiehlt sich also einen hohen Ausgangspunkt anzusteuern. Aus diesem Grund entschieden wir uns für den Maltaberg, wo man bis rund 1600m Seehöhe auffahren kann. Eigentlich hatten wir gehofft, in der Ostflanke des Faschaunerecks harschige Verhlätnisse vorzufinden. Harsch gab es aber nur die ersten 200 Höhenmeter. Oben gab es teils gepressten Pulver, teils Harsch. Wenn man die Schwünge vorsichtig setzte, war es aber nicht so schlecht zu fahren. Das Wetter war dafür perfekt. Strahlender Sonnenschein, trockene und relativ milde Luft und die tief verschneiten Berge. Dazu noch liebe Leute als Begleitung. Herz was willst du mehr.

2.12.2019 Eiskargletschermessbericht 2019

Es hat etwas gedauert, aber jetzt ist er online, der Messbericht des Jahres 2019.

Wie gewohnt waren wir auch dieses Jahr wieder im September im Auftrag des Österreichischen Alpenvereins am südlichsten Gletscher Österreichs, dem Eiskargletscher in den Karnischen Alpen unterwegs um dessen Längenänderung im Vergleich zum Vorjahr zu messen.

Nach den Frühlings- und Sommerbegehungen war bereits absehbar, dass der schneereiche Frühling den schneearmen Frühwinter sowie den warmen Sommer nicht kompensieren können wird.

Bei der Messung im September bot der Eiskargletscher somit wieder ein tristes Bild. Fast der gesamte Schnee des Winters 2018/19 als auch ein Großteil der Firnrücklagen aus dem Winter 2017/18 waren abgeschmolzen.

Der weitere Zerfall des Gletschers war offensichtlich, wobei sich dieser weniger in der Längenänderung als im deutlichen Massenverlust zeigte.

 

Das Gletscherhaushaltsjahr 2019/20 begann zunächst ebenfalls nicht wirklich vielversprechend. Der Oktober verlief trocken und recht mild und Anfang November sorgte ein erstes kräftiges Italientief für Starkregen statt für Starkschneefall. Aber der weitere November dürfte dann in die Messgeschichte eingehen. Bis zum 25.11.2019 kam es wiederholt zu teils sehr starken Schneefällen, wobei die Schneefallgrenze im Bereich des Eiskars nie über 2000m anstieg. Ingesamt dürften im November 2019 am südlichsten Gletscher Österreichs rund 6 bis 8m Neuschnee gefallen sein!

Damit ist in einem Monat fast soviel Neuschnee gefallen, wie im Schnitt in einer gesamten Wintersaison. Eine ausgezeichnete Grundlage für den weiteren Winter und den kommenden Sommer ist also gelegt.

30.10.2019 Dobratsch

Wenn's laft, dann laft's. Naja, irgendwann hat dann wohl jeder sein Wetterglück aufgebraucht. Aber selbst bei "schlechtem" Wetter kann man herrliche Stimmungen erleben. So geschehen bei einer Exkursion mit Studenten der Uni Klagenfurt. Der Termin stand fest und da man im Spätherbst nie sicher sein kann, ob nicht doch irgendwann der Winter Einzug hält, entschied ich mich, die Exkursion durchzuziehen. Nebel, gefrierendes Nieseln, leichte Graupel- und Schneeschauer begleiteten uns am Weg hinauf zun Gipfel. Oben angelangt waren wir plötzlich zwischen den Wolkenschichten und neben herrlichen Raueis- und Raureifformationen konnten wir auch spannende Sandwich-Ausblick über die angezuckerte Landschaft genießen. Fazit: Es gibt keine schlechtes Wetter, nur schlechte Einstellung :-)

21. - 27.10.2019 Bodental

Wenn's laft, dann laft's! Nachdem ich schon auf der Schleinitz sowie bei einer Uni-Exkursion zur Pasterze traumhaftes Wetter hatte, durfte ich auch bei einer Ausbildungswoche im Bodental eine Woche lang traumhaftes Wetter genießen. Neben bekannten Zielen wie dem Kosiak, der Bielschitza oder der Begunjščica war mit der Gratüberschreitung vom Selenitzasattel zum alten Loiblpass auch eine neue Tour für mich dabei. Bei schönem Herbstwetter kann man diese Tour in vollen Zügen genießen und im Gegenteil zu manch einem Klassiker in der Region trifft man bei dieser Wanderung nicht allzu viele Leute.

12.10.2019 Schleinitz via Nordostgrat

Wenn der große mit dem kleinen Bruder 2.019 Vol. 2. Nachdem wir zu Beginn des Sommers in einer flotten Partie den Dobratsch erklommen hatten, ging es dieses Mal deutlich gemütlicher zur Sache. Vom Debanttal aus erstiegen wir bei kitschig schönem Wetter über den Nordostgrat die Schleinitz, einen der Lienzer Hausberge. Beim Aufstieg erfreuten wir uns neben der netten Gesellschaft auch an den wunderbaren Granten (Preiselbeeren). Knapp unterm Gipfel kam dann auf der Nordseite des Grates bei einigen Zentimeter Neuschnee auch schon kurz Winterstimmung auf. Schon am Gipfel war diese dann aber wieder verflogen. Der Anblick des 50m tiefen Alkuser Sees, welchen wir beim Abstieg passierten, zauberte trotz des steilen Anstiegs zurück hinauf zum Trelebitschtörl ein Lächeln in unsere Gesichter. Die Ruhe am Törl selbst störten wir nur selbst durch einen Freudenjodler. Was soll man aber sonst bei solch einem herrlichen Tag und so einer traumhaften Umgebung auch sonst sagen?

20. und 21.9.2019 Bergwetterseminar

Das erste Bergwetterseminar war nicht zuletzt dank der tollen Teilnehmer ein voller Erfolg. Nach einem informationsreichen Wettervortrag am Freitagabend ging es bei fast wolkenlosem Himmel am Samstagvormittag auf den Oisternig. So manch ein Teilnehmer war wohl überrascht, wieviel man zum Thema Wetter in der Natur draußen sagen kann, auch wenn sich kaum eine Wolke am Himmel zeigt. Aber lieber bei strahlendem Sonnenschein als bei Dauerregen eine Bergtour machen. Zum Abschluss gab es auf der Feistritzer Alm noch einen Einkehrschwung.

Nochmals einen herzlichen Dank an die überaus motivierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie dem AV Villach für die Unterstützung.

Aufgrund des positiven Feedbacks sowie der zahlreichen weiteren Anfragen wird das Bergwetterseminar im nächsten Jahr wohl eine Fortsetzung finden.

(Foto: Die Gruppe des Bergwetterseminars (stehend) am Gipfel des Oisternig, (c) Bernhard Pichler- Koban)

13.9.2019 Tandlspitze

Lang, länger, Tandelspitze. So könnte man diese Tour beschreiben. Vom Tal weg geht es einmal ewig am Forstweg dahin und auch im freien Gelände zieht es sich ganz gehörig, bis man endlich den Gipfel erreicht. Es sind halt auch 1800 Höhenmeter. Die weite Wegstrecke sowie die vielen Höhenmeter sind wohl auch der Grund, warum kaum jemand auf diesen Gipfel kommt. Gerade im Bereich um 2200m Seehöhe ist die Landschaft jedoch sehr spannend, erinnert fast ein wenig an Norwegen, zumindest jetzt im Herbst. Aber wenn man einmal viel Zeit und gute Kondition hat, ist diese menschenverlasse Wanderung eine interessante Alternative zu den sonst teils stark frequentierten Tourenklassikern im Maltatal.

10.9.2019 Bergwetterseminar ausgebucht!

Das Bergwetterseminar am 20. bzw. 21.9.2019 ist seit heute Nachmittag ausgebucht! Vielen Dank für die zahlreichen Anmeldungen. Falls noch jemand Interesse hat, bitte gerne anmelden, es gibt eine Warteliste.
Da das Interesse am Seminar sehr groß war, denk ich, dass es eine Fortsetzung geben wird. Einen Termin gibt es jedoch noch nicht, ich bin aber für Wünsche und Vorschläge offen :-)

3.9.2019 Hoher Sonnblick

Schon seit dem Winter fragte mich ein lieber Bekannter immer wieder, ob ich ihn einmal auf den Sonnblick begleiten möchte. Am 2.9.2019 wollten wir endlich Nägel mit Köpfen machen. Aber die Wetterprognose ließ uns Abstand von diesem Termin nehmen. Nur einen Tag später sollte es dann aber passen - und wie! Der Himmel über dem Sonnblick war strahlend blau, der Großglockner frisch angezuckert und über dem Salzburger Land lag eine Hochnebeldecke mit einer Obergrenze um 2900m. Ein fantastischer Tag für einen fantastischen Wetterberg!

Panorama vom Hohen Sonnblick nach Südosten
Panorama vom Hohen Sonnblick nach Südosten

30.8.-1.9.2019 Fuscherkarkopf- Mittlerer un Großer Bärenkopf- Hohe Dock

Seit Jahren schon schwebt mit eine Überschreitung von der Oberwalderhütte im Glocknergebiet zur Schwarzenbergerhütte hoch über Ferleiten vor. Denn durch den markanten Gletscherschwund ist diese Hochgebirgstour mittlerweile ohne Gletscherausrüstung durchführbar. Eine Anreise mit dem privaten PKW macht bei dieser Runde wenig Sinn, da man vom Zielpunkt (Ferleiten an der Glocknerstraße) öffentlich nicht zum Ausgangspunkt (Franz-Josefs-Höhe) gelangt. Also ging es mit dem Bus über Heiligenblut zur Franz-Josefs-Höhe und von dieser zur Oberwalderhütte. Am Weg dorthin nahmen wir noch den Fuscherkarkopf mit. Nach einer Nacht auf der Oberwalderhütte (seit 2019 neuer Pächter, sehr gutes Essen!) ging es zunächst im Nebel Richtung Mittlerer Bärenkopf. In rund 3250m stießen wir dann durch die Nebeldecke ins "Blaue". Die Freude war aber leider nur relativ kurz, denn schon am Weg zum Großen Bärenkopf holte uns der Hochnebel wieder ein. So mussten wir uns die grandiose Aussicht am Weg zur Hohen Dock leider selbst vorstellen. Dafür hat man am steilen Grat hinauf zum Gipfel nicht so genau gesehen, wie weit es links und rechts eigentlich hinuner geht. Am langen Weg ins Tal (~2200 Höhenmeter von der Hohen Dock bis Ferleiten) haben wir am halben Weg nochmals eine Übernachtung auf der Schwarzenberger Hütte eingelegt. Diese wird seit 11 Jahren im Wochenrythmus von ehrenamtlichen Pächtern bewirtschaftet. Zu guter Letzt ging es dann am 3. Tag ins Tal und mit dem Bus nach Zell am See. Nach einem Bad im Zeller See (man möchte ja andere Fahrgäste nicht über die Maßen geruchlich stören) brachte uns der Zug wieder zurück auf die Alpensüdseite.

Fazit: Wer gerne im Hochgebirge unterwegs ist, aber keine Gletscherausrüstung mitnehmen möchte, für den ist diese Runde ein Traum. Die Aussicht zum Glockner oder anderen 3000ern ist wunderschön und zwei ganz verschiedene Hüttenübernachtung hat man auch dabei. Einfach eine herrliche Runde!

20.8.2019 Vorankündigung Bergwetterseminar

In den letzten Jahren habe ich immer wieder überlegt ein Bergwetterseminar anzubieten. Den Schritt dazu habe ich aber aus verschiedensten Gründen nicht gewagt.

Mitglieder des AV Villach haben mich aber dazu animiert doch endlich Nägel mit Köpfen zu machen und jetzt ist es so weit:

Am 20. und 21.9.2019 findet mein erstes Bergwetterseminar statt.

 

Am ersten Tag (Freitag 20.9.2019) gibt es am Abend um 19:00 beim Gasthof Bacher in Villach/Vassach einen "theoretischen" Wettervortrag. Hier wird erklärt, wie Wetter funktioniert, wie man Prognosen "richtig" liest oder auch wo man im Internet vertrauenswürdige Informationen bekommen kann.

Auf Basis dieses Wissen ist für den folgenden Vormittag (Sa 21.9.2019) eine Halbtagstour geplant.

Im Rahmen dieser Wanderung wird dann das am Vortag gelernte Wissen in der Praxis angewandt. Wolken werden auf ihre Wetterrelevanz "untersucht" und die Prognose vom Vortag wird überprüft.

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 limitiert, also schnell anmelden :-)

18.8.2019 Ferlacher Spitz

Der Ferlacher Spitz ist der kleine Bruder vom Mittagskogel und ideal als Vormittagstour geeignet. Vom Gipfel aus hat man bei schönem Wetter einen herrlichen Blick über das Klagenfurter Becken nach Norden. Reizvoll aber weniger bekannt ist die Umrundung des Ferlacher Spitzes, wobei der Start-und Zielpunkt bei der Bertahütte liegt. Wer mit dem Mountainbike bis zum Sommerparkplatz unter der Bertahütte tritt, braucht übrigens keine Angst zu haben auf der teils etwas groben Schotterstraße mit seinem Auto irgendwo aufzusitzen. Neben dem Naturschutz also ein zweiter Grund bei dieser Tour den motorisierten Untersatz zu Hause stehen zu lassen :-)

9.8.2019 Zottachkopf

Was hat euch im Urlaub am Besten gefallen? Diese Frage bekommt wohl jeder gestellt. Wenn die Kinder antworten, das Klettern am Zottachkopf, dann lacht das Herz des Papa. Vor fast 10 Jahren waren wir das letzte Mal auf diesem kleinen Gipfel. Damals noch ohne Kinder. Dieses Mal kletterten die Kleinen auf den für sie doch recht großen Gipfel und hatten ihre Freude dabei. Die Müdigkeit beim Abstieg wurde durch Schwarzbeerklauben und einem Spiel am Bach auch gelindert und so waren dann auf der Rattendorfer Alm alle (ob Groß oder Klein) mit der Wanderung sehr zufreiden.

6.8.2019 Golz von Weißbriach über Mittagsnock

Der Golz ist einer jener Gipfel in den Gailtaler Alpen, auf welchem ich bisher weder im Sommer noch im Winter war. Diese "Lücke" wollte ich nun endlich schließen. Der Aufstieg von Hermagor über die Radniger Alm hat mich aber nicht so sehr gereizt, deshalb wählte ich eine etwas längere Alternative. Von Weißbriach ging es über den Mittagsnock, die Naggler Alm und die Kohlröslhütte auf den Golz. Je länger die Tour wird, desto schöner wird auch die Aussicht, weshalb diese Höhenwanderung hoch über dem Gitschtal durchaus seinen Reiz hat. Nachdem die Busse von Hermagor unter der Woche mittlerweile (Stand 2019) wieder im Stundentakt ins Gitschtal fahren, gestaltet sich auch der Rückweg relativ einfach und flexibel.

Westpanorama vom Golz
Westpanorama vom Golz

25.7.2019 Auernig- Törlkopf- Maresenspitz

Veränderte Gewohnheiten bringen oftmals auch andere Ziele, unter dieses Motto könnte man die Tour auf den Maresenspitz stellen. Denn diese lange Wanderung ist perfekt mit einer Bahnanreise machbar. In nur etwas mehr als 45min geht es mit dem Zug von Villach nach Mallnitz (schneller schafft man es mit dem Auto auch nicht). Beim Bahnhof muss man leider noch einen kleinen Umweg machen, da man vom Bahnsteig aus nur auf die West- und nicht auf die Ostseite vom Bahnhof gelangt. Hat man das aber geschafft, kann man aus zwei verschiedenen Varianten wählen um auf den Auernig zu gelangen. Die Überschreitung vom Auernig über den Törlkopf bis zum Maresenspitz ist dann doch recht lange. Da macht sich aber die Anreise mit der Bahn bezahlt. Denn statt knapp 1h Autofahrt, legt man im Zug die Beine hoch und entspannt schon. Der Maresenspitz selbst ist für seine Höhe von über 2900m eigentlich sehr einfach zu erreichen und bietet sehr schöne Ausblicke zur Hochalm oder auch dem Ankogel.

16.7.2019 Spitzeck (Bad Bleiberger Erzberge)

Selbst die kleinsten und unscheinbarsten Bergtouren können manchmal für eine richtige Überraschung gut sein. Vor einigen Jahren war ich schon im Rahmen einer Überschreitung der Bleiberger Erzberge auf diesem kleinen Gipfel. Entweder ist er mir damals nicht aufgefallen oder es hat ihn noch nicht gegeben: Den Erdkühlschrank unmittelbar in Gipfelnähe. Ein liebevoll gebastelter Erdkühlschrank mit "frischem" Flaschenbier. Wer auch immer sich das hat einfallen lassen, es hat uns wahrlich zum Schmunzeln gebracht.

Eigentlich habe ich wieder einmal versucht ohne Auto von Villach aus eine Tour zu machen und so wurde es eine Bike'n'hike- Partie auf diesen netten Gipfel. Aktuell (Stand Juli 2019) ist aber der Klammweg von Mittewald über den Franz-Josef-Stollen hinauf zum Hof Maurer offiziell gesperrt. Der Aufstieg von Kadutschen hinauf ist dann aber problemlos möglich.

13.7.2019 2. Eiskargletscherbegehung

Der südlichste Gletscher Österreich hat es in Zeiten des Klimawandels nicht leicht. Neben den Menschen schwitzt auch dieser kleine Kargletscher in den Karnischen Alpen bei den sommerlichen Temperaturen. Der extrem heiße Juni hat im Eiskar auf rund 2200m Seehöhe eine Rekordschneeschmelze gebracht. An einzelnen Messpunkten hat die Schneehöhe binnen 40 Tagen um mehr als 5m abgenommen! Neben den hohen Temperaturen hat natürlich auch die geringe Schneedichte des Winterschnees zu diesem außergewöhnlichen Schneerückgang geführt. Noch sind etwa 2/3 bis 3/4 der Gletscherfläche mit Schnee bedeckt, aber bis zum Ende des Gletscherhaushaltsjahres im Herbst dürfte der Gletscher bis auf einzelne Bereiche fast komplett ausapern.

30.6.2019 Dobratsch via Lahner hinauf und übers Tor herunter.

Wenn der große mit dem kleinen Bruder 2.019, oder wie der kleine Bruder wieder einmal einsehen muss, dass er bezüglich Tempo am Berg zum großen Bruder nur ehrfürchtig aufblicken kann.

Relativ spontan hat es sich ergeben, dass ich zusammen mit meinem Bruder von Bad Bleiberg aus über den Alpenlahner auf den Dobratsch sind. Immerhin hat er mich mitgenommen, obwohl er etwas zügiger unterwegs sein wollte. Also musste ich mich schon sehr bemühen und bin dann doch recht rasch an meine Grenzen gestoßen. Während der große Bruder zwischendurch recht entspannt einen Fotostopp macht und zum Schluss ganz entspannt die 3km von Bleiberg Kreuth nach Bad Bleiberg joggt, schnaufe ich beim hinaufgehen wie eine alte Dampflok und stoße beim Rückweg im Tal bald an meine Grenzen. Aber trotzdem hat es viel Spaß gemacht und vielleicht gibt es ja noch ein großer mit kleiner Bruder 2.019 Vol. 2.

28.6.2019 Slizza Schlucht (aktuell gesperrt)

Vielleicht ist es der einen oder dem anderen bereits aufgefallen. Aber heuer versuche ich im Sommer möglichst viele Wanderungen mit Rad oder Zug durchzuführen. Aus diesem Grund bin ich dieses Mal mit dem Zug (samt Rad) nach Tarvis um mir ein Bild von der Slizza Schlucht zu machen. Die Schlucht liegt am Ostrand von Tarvis in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und ist grundsätzlich auch für  Kinder gut geeignet. Aktuell ist sie jedoch leider gesperrt, da die Steganlagen teils nicht mehr komplett in Takt sind. Angeblich soll der Weg aber gerichtet werden. Ab Herbst 2019 sollte sie jedoch wieder geöffnet sein.

Dann ging es noch weiter mit dem Rad nach Slowenien um ein wenig die Entfernungen Richtung Weißenfelser Seen oder Planica Tal abzuschätzen und zu schauen, ob zukünftige Touren dorthin mit Zug und Rad machbar sind. Zuletzt galt es noch den Wurzen von slowenischer Seite zu erklettern ehe es zurück ins Tal und auf einen Schwumm in die Gail ging. Bei 30 Grad Lufttemperatur bringen die 17 Grad Wassertemperatur eine herrliche Abkühlung...

24.6.2019 Breithorn (Steineres Meer)

Ein Familienurlaub im Raum Maria Alm habe ich für eine Besteigung des Breithorns genutzt. 5 Jahre nachdem wir nach einer traumhaften Durchquerung des Steinernen Meeres vom Hochkönig (Matrashaus zum Riemannhaus) absolviert haben und am letzten Tag vor dem aufkommenden Schlechtwetter ins Tal "geflüchtet" sind, habe ich diesen tollen Gipfel von Maria Alm bzw. dem Parkplatz Riemannhaus über den Südwandsteig bestiegen. Beim Blick auf die mächtigen Felswände des Breithorns kann man sich kaum vorstellen, dass man ohne Hilfsmittel von Süden her auf diesen Gipfel gelangt. Doch der alpine Steig nutzt geschickt Rinnen und Bänder um bis auf den Gipfel zu leiten. Trotzdem sollte man ohne ausreichend alpine Erfahrung diese Aufstiegsvariante nicht wählen, denn neben absoluter Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind auch klettertechnische Erfahrung bis zum II. Schwierigkeitsgrad unbedingt notwendig. Den Abstieg zum Riemannhaus konnte ich über die zahlreichen Schneefelder des letzten Winters rasch abkürzen. Dabei musste ich immer wieder an die Erzählungen meiner Großmutter denken. Nach dem 2. Weltkrieg hatte sie sich in geheimen Briefwechseln mit ihrem Freund (ihrem späteren Mann) zu einem Treffen am Riemannhaus verabredet. Doch damals war es nicht so einfach möglich von einer Besatzungszone in die andere zu gelangen, geschweige denn von Deutschland nach Österreich zu kommen. Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen meines Großvaters ist meiner Großmutter mit ihrem Bruder schließlich der Übertritt über die grüne bzw. teils noch weiße Grenze zu Pfingsten 1946 gelungen. Spät in der Nacht haben sie das Riemannhaus erreicht, wo sie schließlich meinen Großvater im Schlaflager aufgefunden haben. Über 70 Jahre ist das nun her, doch meine Großmutter erzählt davon noch so lebendig, als wäre es vor kurzer Zeit passiert.

Bei solchen Erzählungen wird einem wieder bewusst, wie priviligiert wir in Mitteleuropa seit Jahrzehnten sind. Genau das gilt es zu bewahren!

18.6.2019 Kleiner und Großer Frauenkogel

Für die heurige Bergsaison habe ich mir vorgenommen möglichst viele Touren ohne Autounterstützung durchzuführen. Nach Bike'n'hike Touren auf den Schwarzkogel und das Dreiländereck ging es dieses Mal mit dem Rad "nur" zum Zug und mit diesem dann nach Rosenbach. Da ich im Besitz eines Klapprades bin, habe ich dieses im Zug mitgenommen und dadurch den Weg bis zum Kraftwerk am Beginn des Bärengrabens deutlich abgekürzt. Zu Fuß ging es dann den langen Graben hinein und hinauf auf den Kleinen Frauenkogel. Erst im oberen Bereich entfaltet diese Tour ihre Vorzüge. Die wunderschönen Almwiesen zwischen Kleinem Frauenkogel und Rosenkogel laden so richtig zum Genießen ein. Wenn man aber mit dem Zug anreist, sollte man auch immer die Zeit ein wenig im Auge behalten. Bei meinem ambitionierten Zeitplan musste ich bergab bis an meine Grenzen gehen und trotzdem ist es passiert, dass ich den Zug um 1 Minute verpasst habe. Naja, egal. Dank Taktfahrplan fährt ja jede Stunde eine S-Bahn. Also Pause machen und entspannen....

9.6.2019 Dreiländereck Bike'n'hike

Things to do before you die: Mit dem Rad von Kärnten auf den Wurzenpass fahren. Naja, zählt vielleicht nicht zu den Punkten ganz oben auf der Liste, aber auf der Suche nach einer weiteren Bike'n'hike - Tour hat es sich einfach so ergeben. Mit dem Rad ging es also auf den Wurzenpass und von dort zu Fuß weiter hinüber auf das Dreiländereck. Beim Rückweg habe ich noch den Hahnenwipfel mitgenommen um dann bei der Abfahrt über die steile Straße ins Tal meine Bremsen einmal so richtig zu testen. Eine Tour von dieser Seite auf das Dreiländereck wird wohl nie der Klassiker werden. Zu lange wandert man im "aussichtslosen" Wald, aber der Blick vom Hahnenwipfel über das Dreiländereck ins Gailtal hat schon etwas für sich.

3.6.2019 Schwarzkogel Bike'n'hike

Nach der Eiskartour wollte ich das Auto nicht schon wieder zu einer Anreise für eine Bergtour nutzen. Also ging es von der Haustüre weg mit dem Mountainbike hinauf zur Baumgartner Höhe und dort bis an den Start des neuen Flowtrails. Wenige Meter weiter deponierte ich mein Rad und ging zu Fuß hinauf auf den Schwarzkogel. Nur rund 3 Wochen nach meiner letzten Schitour auf den Techantinger Mittagskogel fanden sich aufgrund des raschen Wetterwechsels hin zum Hochsommer nur mehr wenige Schneefelder und man gelangte schon fast ohne Schneekontakt bis zum Gipfel. Dort bot sich dann das gewohnt traumhafte Panorama: Im Süden grüßen die noch weißen Nordflanken der Julier, im Norden lockt der Faaker See. Nach dem raschen Abstieg ging es dann über den neuen wirklich nett zu fahrenden Flowtrail rasch hinab ins Tal und zurück nach Hause.

Und wieder einmal zeigt sich, dass man bei uns auch von der Haustüre weg, ohne Autounterstützung tolle Touren machen kann.

Panorama vom Schwarzkogel nach Norden. Ganz links der Dobratsch, im Tal Villach und der Faaker See und im Hintergrund die Nockberge
Panorama vom Schwarzkogel nach Norden. Ganz links der Dobratsch, im Tal Villach und der Faaker See und im Hintergrund die Nockberge

2.6.2019 1. Eiskarbegehung im Jahr 2019

Wie jedes Jahr waren wir auch heuer wieder rund um die Monatswende von Mai auf Juni am Eiskargletscher, dem südlichsten Gletscher Österreichs, unterwegs. Aufgrund der Frühjahrsschneefälle war die allgemeine Schneelage für die Jahreszeit überdurchschnittlich. Gerade nach schneereichen Wintern ist der Aufstieg ins Eiskar aber nicht ganz einfach. Steile schneegefüllte Rinnen sind ab- bzw. aufzusteigen oder zu queren. Dankenswerter Weise unterstützte uns dabei auch heuer wieder Klaus Hohenwarter von der Bergrettung Kötschach-Mauthen und wagte sich (natürlich am Seil gesichert) als erster über die Schlüsselstelle kurz vor dem Gletscher. Der erste Blick ins Eiskar selbst war dann durchaus positiv, denn der kleine Gletscher präsentierte sich tief winterlich. Nachdem wir den Aufstieg über weite Strecken noch mit Steigeisen absolviert hatten, wechselten wir am Gletscher auf Schneeschuhe. Denn ohne diese wären wir bei jedem Schritt bis über das Knie im weichen Frühjahrsschnee eingesunken. Die Stille am Gletscher wurde nur von den Nassschneelawinen unterbrochen, welche aus der Oberen Kellerwand auf den Gletscher niedergingen (vgl. Video).

Die Schneehöhensondierungen ergaben schließlich leicht überdurchschnittliche Werte (2.6.2019: 6,2m; Mittel der Messungen der letzten Jahre vom Zeitraum Ende Mai/ Anfang Juni: 5,4m). Aufgrund der erst spät im Winterhalbjahr einsetzenden Akkumuluation war die Schneedichte heuer jedoch deutlich geringer als letztes Jahr und dadurch waren auch die Sondierungen wesentlich leichter durchzuführen. Der wenig verfestigte Schnee  dürfte heuer  viel schneller abschmelzen als in anderen Jahren. Trotzdem ist bei  den derzeitigen Schneehöhen von teilweise über 10m davon auszugehen, dass zumindest an begünstigten Stellen am Gletscher der Schnee den Sommer überdauern dürfte. Und gerade auch die vom Abreißen bedrohnte Gletscherzunge könnte nochmals eine Schonfrist erhalten.

Man kann also gespannt sein, wie sich der Gletscher im weiteren Sommerverlauf präsentieren wird.

17.5.2019 Techantinger Mittagskogel (mit Schiern)

Die beiden Rinnen unterm Techantinger Mittagskogel ziehen wohl jeden Winter sehnsüchtige Blicke von Schitourengehern auf sich. Von Villach aus "muss" man sie an jedem schönen Tag anschauen, wohl wissend, dass der Weg dorthin sehr mühsam ist und eine Schibefahrung wohl nur ein Wunschtraum bleiben wird. Mein Freund Christoph von Chrisport wollte sich damit aber nicht zufrieden geben. "Ma, de schaun so geil aus, wann mach ma des?", kam wieder einmal die Frage. Die Anwtort lautet: "Morgen!" Faul wie wir sind, ging es schließlich mit den E-Bikes vom Karawankenfuß weg hinauf bis in 1400m Seehöhe. Dann die Schier noch rund 100 Höhenmeter getragen und ab dem unteren Ende der herrlichen Rinne war dann genug Schnee. In zunehmender Steilheit und schließlich durch eine teils nur mehr wenige Meter breite Rinne stiegen wir bis zum Grenzkamm und dem Gipfel hinauf. Die Abfahrt war im tiefen Frühjahrsschnee trotz der Steilheit kein Problem. Und wenn wir jetzt vom Tal aus hinaufschauen, dann kommen wir um ein Grinsen nicht umhin. Denn die Sehnsucht wurde gestillt....

14.5.2019 Gartnerkofel

Eigentlich hatte ich gar keine Schitour geplant, denn zunächst sah das Wetter nicht so verlockend aus. Aber dann tat sich plötzlich für den Dienstagvormittag ein Wetterfenster auf und mit dem Versprechen, dass wir zu Mittag zurück sind und wir unterwegs unsere "Brains stormen" würden, konnte ich meinen Cousin Georg Hohenwarter von drumps.at für eine kleine aber feine Maitour gewinnen. Normalerweise denkt man Mitte Mai ja nicht mehr an Schitouren auf Gipfel knapp über der 2000er Marke, aber heuer ist einfach alles anders. Und das wichtigste ist, wie ja wohl jeder weiß, dass man im Denken und Handeln flexibel bleibt. Also genossen wir die herrliche Maischitour auf den Gartnerkofel in vollen Zügen und kamen zurück mit zahlreichen Ideen für die bevorsteheden Aufgaben sowie einem tollen Video (danke Georg!!!).

7.5.2019 Poludnig

Der Winter will und will sich heuer nicht geschlagen geben. Nach den nächsten ergiebigen Schneefällen wollten wir den einzigen wirklich schönen Tag unbedingt nutzen. Das Ziel war der Poludnig. Der Plan: Mit dem Auto auf der Egger Alm Landesstraße möglichst weit hinauf und dann zunächst am Neuschnee und später am Neuschnee plus dem darunter liegenden Altschnee zum Gipfel zu steigen. Die positive Überraschung war zu Beginn gleich, dass wir bis zur Egger Alm auffahren konnten. Dann mussten wir aber feststellen, dass der vor zwei Tagen gefallene Schnee in dieser Höhe schon wieder sehr stark abgeschmolzen war. Es reichte aber gerade, um ab 1500m in einer mit Altschnee gefüllten Rinne höher zu steigen. Trotzdem war unsere Stimmung gut und sie wurde mit jedem Höhenmeter  noch besser, denn der Neuschnee hatte die Nordhänge des Poludnig in ein richtiges Winterwonderland verzaubert. Das traumhafte Wetter tat das Übrige dazu. Die Schneebeschaffenheit wechselte je nach Exposition binnen kürzester Zeit von Pulver über Bruchharsch zu Firn. Aber das war bei dem grandiosen Ambiente nur nebensächlich. Vom Gipfel aus bot sich ein traumhafter Ausblick auf die tief winterlichen Berge mit dem herrlichen Kontrast des grünen Gailtals.

2.5.2019 Romaten und Ebeneck

Nachdem die Schneelage für Anfang Mai aktuell wirklich sehr gut ist, entschlossen wir uns vor den nächsten Schneefällen eine Genusstour zu machen. Die Neuschneemengen in den Juliern waren uns doch etwas zu groß und so entschieden wir uns für einen Gipfel rund um Mallnitz. Von der Jamnigalm aus ging es auf die Romaten, wobei ich beim Aufstieg dorthin noch schnell das Ebeneck mitnahm. Die Verhältnisse sind noch sehr gut, sich darüber auszulassen ist aber sinnlos, da am Wochenende schon der nächste Neuschnee kommt. Ich denke, das war für heuer noch nicht die letzte Schitour....

Panorama von der Romaten nach Nordosten
Panorama von der Romaten nach Nordosten

29.4.2019 Dobratsch von der Rosstratten aus

Die Schitourensaison 2018/19 hat ja im Süden eher spät begonnen, dafür will sie scheinbar noch nicht zu Ende gehen. Ein Adriatief hat am 28.4.2019 bis in manche Täler Schnee gebracht, am Villacher Hausberg waren es in 1700m rund 30 und am Gipfel 50cm teils stark verwehter Neuschnee. Nachdem der Fahrweg letzte Woche schon bis auf den Gipfel geräumt worden war, lagen heute Früh die Schneewehen wieder bis zu 100cm hoch (siehe Bild). Das machte die Spurarbeit recht anstrengend. Zur Belohnung gab es dann aber eine Erfrischung im Gipfelhaus, welches trotz des mäßigen Wetters offen hatte. Der Gipfelwirt wurde von den Neuschneemengen doch ein wenig überrascht und kam mit seinem Jeep nicht mehr ins Tal. Das wird sich aber bis morgen ändern, denn aktuell (Montagnachmittag) ist ein Radlader bereits wieder dabei die Straße auf den Gipfel zu räumen. Ab Dienstag (30.4.2019) sollten Wanderungen zum Dobratsch am Fahrweg also kein Problem mehr sein. Der Jägersteig ist aber aufgrund des Neuschnees noch nicht zu empfehlen. Schitourengeher finden im Gelände noch genug Schnee, man kann am freigeschobenen Weg aber nicht mehr mit den Schiern abfahren.

20.4.2019 Dobratsch von Westen

Seit Jahren schon möchte ich einmal vom Dobratsch-Gipfel nach Westen zum Alpl abfahren.

Aber irgendwie hat es noch nie so recht gepasst. Bis zum heutigen Tag. Im Tal liegt schon lange kein Schnee mehr, aber anhand der Gipfelwebcam konnte man sehen, dass unterm Ganges der Forstweg bis etwa 1300m weiß war. Also ging es mit Radunterstützung bis zur Schneegrenze und dann mit den Schiern weiter. Bis zum Alpl (~1580m) ist diese Tour sehr gemtütlich. Dann wird es aber rassig, durch einen Graben geht es zu einer steilen Rinne und in weiterer Folge über eine anhaltend steile Flanke hinauf zum Kuhriegel. Erst die letzten knapp 200 Höhenmeter zum Gipfel sind dann wieder leichter. Der perfekte Abfahrtszeitpunkt ist nicht ganz leicht zu erraten, da man verschiedene Expositionen hat. Aber wir erwischen es ganz gut, oben schmiert der Firn und unten ist es auch noch gut zu fahren.

In Summe war ich vom rassigen Aufstieg fast ein wenig überrascht, bei der Abfahrt kommt einem aber alles schon nicht mehr so wild vor :-)

Dobratsch Westseite, zünftig....
Dobratsch Westseite, zünftig....

 

14.4.2019 Alles neu macht der April!

 

Nach 10 Jahren ist es heute tatsächlich passiert!

Alles neu auf der Berg- und Schitourenseite.

Naja alles nicht, aber zumindest das Design hat sich verändert.
Ich hoffe es gefällt euch!

 

1.4.2019 Hochstuhl Johannsenrinne und Kosiak

Das Wochenende stand ganz im Zeichen der Familie, aber den freien Montag wollte ich vor einer arbeitsintensiven Woche nochmals nutzen. Also Kinder in den Kindergarten bringen und dann ins Bärental. Mit einem normalen Kombi kommt man schon fast bis zum Sommerparkplatz, wobei 2 Stellen doch etwas spannend sind. Jetzt mit den Schiern ohne abzuschnallen bis ans Ende des breiten Teils der Johannsenrinne. Dort dann die Schier doch auf den Rucksack und über den letzten schmalen Rinnenteil bis knapp unter den Gipfel. Die letzten Meter hinauf zum Hochstuhl heißt es zu Fuß gehen, der Gipfel ist abgeblasen und schon aper. Oben angekommen lacht mich die Westflanke vom Kosiak an und nachdem noch etwas Zeit bis Mittag ist, entschließe ich mich, dem Kosiak auch noch einen Besuch abzustatten. Durch die Johannsen geht es in meist gepresstem kräftig zerspurten Pulver hinunter bis zum Rinnenende. Hier quere ich hoch ins Hochstuhlkar und felle rund 100 Höhenmeter unter der Klagenfurter Hütte wieder an. Über die Matschacher Alm führt der Aufstieg zur Westschulter und über diese bis zum Gipfel. Oben angekommen lachen mich die Berge an und meine Muskeln aus. Gott sei Dank schwingt es sich trotz der fortgeschritteten Zeit (12:30) über kompakten aber manchmal etwas stoppenden Firn super bis zum Parkplatz ab, wo wenige Meter tiefer mein Auto steht.

Nach dieser Tour frage ich mich, wie ich es einmal im Herbst geschafft habe von der Bärentaler Kotschna bis zur Bielschitza zu wandern. Naja, damals war ich halt auch noch 10 Jahre jünger :-)

24.3.2019 Glockner von 3 Seiten - 3. Tag Böses Weibel

Zum Abschluss eines wunderschönen Schitourenwochenendes wollten wir nochmals eine Genusstour machen, die nicht zu lange ist, aber doch eine lohnende Abfahrt bietet. So fiel unsere Wahl auf das Böse Weibel. Da die Standardabfahrt zurück zum Lucknerhaus jedoch nicht wirklich prickelnd ist, wählten wir die Abfahrtsvariante ins Lesachtal. Unsere Hoffnung, auf den schönen Südhängen guten Firn zu finden, erfüllte sich und somit hatten wir einen wunderbaren Ausklang eines genialen Schioutenwochenendes.

Vom Bösen Weibel hat man übrigens einen traumhaften Blick zur Glocknersüdseite. Damit war dann das Projekt Glockner von 3 Seiten in 3 Tagen auch abgeschlossen :-)

 

Mein Dank gilt einmal mehr meinen Begleitern, insbesondere Georg Hohenwarter für das Video!

23.3.2019 Glockner von 3 Seiten - 2. Tag: Graue Schimme

Nach der Tour auf den Stellkopf stellte sich die Frage, welcher Gipfel am 2. Tag in Angriff genommen werden sollte. Für den mittleren Tag hatten wir die längste Tour geplant und nachdem wir schon am Vortag Firn hatten, wäre auch Pulver eine Idee. Wo sollte man diesen aber bei einer 0°C-Grenze von 3000m finden? Zu suchen galt es ein schattiges hochgelegenes Kar. Nach langem Kartenstudium fanden wir schließlich das Nordwestkar hinauf zur Grauen Schimme. Und was soll man sagen? Von rund 1900m weg fanden wir schönen Pulver vor, durch den unsere "Spurmaschine" dankenswerter Weise eine schöne Aufstiegsspur zog. Der Lohn für alle drei Tourengeher war dann bei der Abfahrt gut 1000 Höhenmeter Pulver in einer traumhaften fast menschenleeren Umgebung!

Den Glockner gab es an diesem Tag von Westen. Bleibt für den dritten Tag nur mehr die Nord- oder Südseite übrig....

Wieder ein großer Dank an Georg Hohenwarter für das geniale Video, bei dem ich selbst beim 10. Mal anschauen noch eine Gänsehaut bekomme!

22.3.2019 Glockner von 3 Seiten - 1. Tag: Stellkopf

Eigentlich war für dieses Wochenende ein Schitourenausflug nach Nordtirol geplant. Da aber die halbe Mannschaft erkrankungsbedingt absagen musste, blieben wir im Süden und machten mit Basis in Lienz ein Brüder-Cousin-Tourenwochenende. Für die erste Tour entschieden wir uns als Ausgangspunkt für die Asten, denn als Tagestour ist die Anreise von Villach dorthin doch relativ weit. Da wir aber eh nach Lienz mussten, lag das Obere Mölltal also quasi am Weg. Außerdem war ich seit gut 20 Jahren im Winter dort nicht mehr unterwegs. Als Ziel haben wir uns gleich den höchsten Gipfel der Astener Tourenberge nämlich den Stellkopf ausgesucht. Und vom Gipfel aus sollten wir zum ersten Mal an diesem Wochenende den Großglockner sehen. Logischer Weise von seiner Ostseite. Zu unserer großen Überraschung waren wir übrigens trotz des traumhaften Wetters am Stellkopf alleine unterwegs. Erst bei der Abfahrt kamen uns ein paar Spätstarter entgegen. Auf den Anfang eines genialen Wochenendes wurde auf der Sonnenterrasse des Sadnighauses angestoßen.

Danke an Georg Hohenwarter für das super Video!

 

14.3.2019 Hochstuhl vom Bodental aus

Man kann nicht Wasser predigen und Wein trinken. Also ging es dieses Mal mit der vollen Schitourenausrüstung am Rücken mit dem Rad zum Bahnhof. Damit war ich gleich einmal die Morgenattraktion. Dann mit dem Zug nach Klagenfurt und erst dort bin ich ins Auto umgestiegen und als Mitfahrer ins Bodental gefahren. Naja, immerhin 80km eingespart.

Die Tour selbst ist landschaftlich sehr schön, besonders das frisch angezuckerte Kar auf der slowenischen Seite strahlte etwas Magisches aus. Wer vom Tal weggehen und nicht tragen möchte, der muss sich heuer aber beeilen. Denn viel Schnee liegt im Bodental nicht mehr und die steile Querung auf der slowenischen Seite wird nun ebenfalls bald ausapern.

Auch wenn es kaum mehr Höhenmeter als vom Bärental aus sind, eine Hochstuhlbesteigung vom Bodenbauer weg ist doch deutlich länger.

Am Weg zum Bahnhof
Am Weg zum Bahnhof

12.3.2019 Dobratsch via Alpenlahner

Endlich ist es wieder kalt geworden und auch das Wetter lässt soweit nichts zu wünschen übrig. In der Früh noch windig, tagsüber aber kaum mehr Wind und sonnig. Also versuchen wir uns wieder einmal an einer Tour vor der Haustüre, dem "Lahner" auf den Dobratsch. Vor 5 Jahren war ich dort zuletzt unterwegs, damals aber bei bedeutend besserer Schneelage. Der Bildervergleich macht fast etwas ungläubig, wieviel Schnee im Frühjahr 2014 lag. Denn heuer heißt es unten einmal die Schier gut 200 Höhenmeter zu tragen. Dann geht es los. Da an den letzten warmen Tagen jedoch einige "Sumpfschweine" unterwegs waren, ist es im unteren schmalen Teil recht mühsam, denn die tiefen Spuren sind auch noch bei unserer Abfahrt tief gefroren. Oben wird das Kar weiter und auch die paar Geher an den Vortagen hatten dort scheinbar schon etwas bessere Verhältnisse. Das große Kar zum Schluss ist kompakt, der Ausstieg heuer sehr schmal. Trotzdem finde ich, ist es jedes Mal etwas Besonders, hier hinauf zugehen. Wer beim Bier auf der Terrasse vor dem Gipfelhaus sagt, dass er nach Bleiberg abfährt, der zählt sowieso schon zu den wilden Hunden. Aber diese wilden Hunde waren wir heute gerne :-)

25.2.2019 Kotsattel

Nachträglich ärgere ich mich ein wenig, dass ich keine Steigeisen mit hatte. Nicht für den Kotsattel sondern für's Kugy Couloir. Nachdem ich alleine unterwegs war, wollte ich eine Tour gehen, wo Einiges los ist und die nicht zu schwer ist. Tja, Einiges los war im Tamartal schon, aber alle Schitourengeher vor mir sind ins Kugy Couloir eingestiegen und keiner ist zum Kotsattel gegangen. Aber ohne Steigeisen wollte ich dann doch nicht diese Steilrinne in Angriff nehmen. Also rauf auf den Kotsattel, wo mich der Wind am höchsten Punkt fast umgeweht hat. Die Abfahrt war dann bis rund 1600m hinunter gut. Gepresster, tragfähiger Pulver. Unten weiter stoppte der weiche aber noch nicht faul Schnee extrem. Dadurch war auch der Weg zurück vom Tamar Haus nach Planica sehr anstrengend.

Fazit: Diese Tour startet erst nach weit über 1h Zustieg so richtig. Dann findet man jedoch schönes Schigelände vor. Und: Die Berge laufen nicht weg, auch nicht das Kugy Couloir.

18.+23.2.2019 Napalnalm und Hochwarter Höhe

Manchmal sind es die kleinen Touren, die einem Freude bereiten. So geschehen bei diesen beiden kleinen Schiwanderungen. Bei jeweils perfektem Wetter ging es von Weißbriach aus einmal auf die Napalnalm und einmal auf die Hochwarter Höhe. Gerade bei der zweiten Tour wurden meine Erwatungen mehr als erfüllt. Die weiten Almflächen zwischen Durchspring im Osten und der Hochwarter Höhe im Westen sind ein ideales Schiwandergelände. Die Aussicht zurück nach Osten oder nach Süden zum nahen Naßfeld ist herrlich und die weiten Almflächen laden zum Genießen ein! Schibergsteigen braucht manchmal einfach nicht mehr....

Windschaufel (links) und Hochwipfel (Mitte) von der Hochwarter Höhe aus aufgenommen
Windschaufel (links) und Hochwipfel (Mitte) von der Hochwarter Höhe aus aufgenommen

12.2.2019 Amberger Alm (Verditz) von Süden

Letztens ist mir vom Dobratsch aus ein langer Schlag vom Verditz (Amberger Alm) nach Südwesten ins Auge gestochen. Zu Hause ging dann gleich das Studieren von Karten und Luftbildern los und nach kurzer Zeit war klar, dass es eigentlich ganz gut machbar sein sollte. Zunächst wollten wir vom Weiler Amberg starten, aber man kann ja auch schauen, ob man von herunten weg gehen kann. Dann muss man weniger mit dem Auto fahren. Also versuchten wir unser Glück und starteten tatsächlich am oberen Ortsrand von Weißenstein. Der Forstweghatscher hinauf zum Eder ist halt ein Forstweghatscher. Von dort aber gelangt man durch gut gehbaren Hochwald rasch bis zum unteren Ende der Alm. Mit jedem Höhenmeter steigt die Laune. Denn während auf der Ostseite des Almschlags der Wind pfeift, liegt an der Westseite noch Pulver. Am Gipfel angekommen genießen wir einfach nur die Ruhe und den Schnee. Die Abfahrt ist dann bis hinunter zum Eder absolt gelungen. Der Forstweg zurück ins Tal ist halt ein Forstweg.

Fazit: Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.

Hoher Bolz 6.2.2019

Feste muss man feiern, wie sie fallen. Unter dieses Motto kann man wohl die aktuelle Schnee- und Wetterlage stellen. Wenn man dann noch dank netter Kollegen das Glück hat einen Tag frei nehmen zu können, dann steht einer herrlichen Schitour nichts mehr im Wege. Die Wahl fiel dieses Mal auf die Schattseite in der Teuchl. Und was soll man sagen? Es war perfekt. Die Luft relativ warm (was auf der Schattseite von Vorteil ist), aber trocken. Die Begleitung sehr nett. Der Pulver über mehr als 1000 Höhenmeter locker.

Herz, was willst du mehr?

Abfahrtsfreuden am Hohen Bolz
Abfahrtsfreuden am Hohen Bolz

29.1.2019 Tobitscher

Neben dem Dobratsch zählt der Tobitscher in den letzten Jahren wohl zu einem meiner häufigsten Schitourenziele. Im Gegensatz zum Villacher Hausberg findet man auf diesem südlichen Nockberg aber meist Ruhe pur. Nur wenige Schitourengeher "verirren" sich hier her. Dabei ist das Ambiente traumhaft schön und auch die Abfahrt ist absolut lohnend. Es gilt aber den richtigen Zeitpunkt zu finden. Es braucht einen kalten Tag unmittelbar nach einem Schneefallereignis, bevor der Schnee in den steileren Südhängen einen "Stich" bekommt. Heute war es wieder einmal so weit und wir konnten über weite Strecken feinsten Pulver genießen.

Nach drei herrlichen Schitouren binnen 5 Tagen heißt es jetzt dann einmal abwarten, was das Italientief am kommenden Wochenende so bringt....

25.1.2019 Stoder

Was soll man sagen? Zuerst haben wir gedacht, sind wir tatsächlich am Berg mit der aktuell geringsten Schneehöhe gelandet? Aber spätestens im zusehends baumfreien Gelände konnten wir unseren Dauergrinser kaum mehr verstecken. Bei strahlendem Sonnenschein, winterlichen Temperaturen, fast keinem Wind und glitzerndem Pulverschnee ging es immer höher. In steileren sonnseitige Passagen hatte der Schnee zwar unter der frischen Pulverauflage eine dünne Harschkruste, diese Passagen ließen sich bei der Abfahrt aber problemlos umfahren. So konnten wir vom Wintergipfel weg fast 900 Höhenmeter Pulverabfahrt genießen. Was soll man da noch sagen?

16.1.2019 Gmeineck

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Eigentlich war es geplant nochmals in der Innerkrems bzw. in Schönfeld ein paar schöne Schwünge in den Pulver zu ziehen. Aber dann kam kurz vor Spittal die Gmeineckflanke in unser Sichtfeld und es war um uns geschehen. Also entschieden wir uns um und fuhren auf den Hühnersberg und weiter bis zum Parkplatz am Beginn des Hintereggengrabens auf 1127m. Die Anfahrt erforderte ohne Allrad und Ketten schon ein wenig "Glück". Dann folgte der lange Hatscher (4,5km) hinein zur Kohlmaierhütte und von dieser ging es über meist freie Hänge zur langen Gipfelflanke. Unser Glück heute: wir waren nicht die ersten und somit mussten wir den weiten Weg hinauf nicht spuren. Am Gipfel angelangt weht kaum ein Lüftchen und vor uns lagen fast 1500 Abfahrtshöhenmeter: Der Schnee gab alles her: von Pulver in der Gipfelflanke bis Sulzschnee bei der Kohlmaierhütte. In Summe war es aber neuerlich eine sehr gelungene Tour bei traumhaftem Wetter.

21.12.2018 Königstuhl und Sauereggnock

Wenn einer der besten Freunde zu Weihnachten aus dem Flachland nach Hause kommt und den Wunsch äußert eine Schitour zu machen, versucht man natürlich diesem Wunsch nachzukommen. Bei der heurigen Schneelage ist das aber nicht so leicht und auch die Wettervorzeichen waren nicht optimal.

Aber wir haben das Zeitfenster vor dem aufkommenden Sturm und der damit einhergehenden Erwärmung gut genutzt. Wie schon vor drei Tagen ging es in die Innerkrems. Dieses Mal ließen wir den Sauereggnock aber zunächst links liegen und sind über die Grünleitenscharte zur Königstuhlscharte und von dieser auf den Königstuhl aufgestiegen. Zurück ging es zunächst hinab zum Rosaninsee und von diesem hinauf auf den Vogelsangberg. Die letzten Meter zum Sauereggnock waren dann in der Hoffnung, dass wir nochmals Pulver finden würden, schnell geschafft. Und tatsächlich. In der Südwestflanke fanden wir noch herrlichen Pulver vor und seit letztem Dienstag kam keine neuer Spur dazu, also gab es noch genug Platz für unsere neuen Spuren.

Das war es jetzt aber mit den schönen Verhältnissen. Erwärmung und Sturm lassen vorerst wohl kaum etwas zu.

22.10.2018 Graslitzen

Wie oft denkt man sich am Weg zu Bergtouren in die Karnischen Alpen, ach die Graslitzen hoch über Förolach wäre auch einmal ein schönes Ziel. Und wie oft fährt man trotzdem vorbei. Manchmal muss man aber einfach nur den Entschluss fassen. Also nahmen wir diese Tour in Angriff und wurden mit traumhaften Lichtspielen beim Aufstieg und einem wolkenlosen Westblick am Gipfel belohnt. Und jetzt können wir beim nächsten Mal Richtung Westen sagen, da hinauf auf die Graslitzen ist auch a lässige Tour, aber nur im Herbst....

26.9.2018 Hochalmspitze via Detmolder Grat

Wenn das Wetter schön und stabil ist, können die Berg ruhig ein wenig höher und die Touren länger sein. Nach kurzer telfonischer Rücksprache mit dem Hüttenwirt auf der Gießener Hütte wussten wir: Einer Tour auf die Hochalmspitze via Detmolder Grat steht trotz ein paar Zentimer Neuschnee nichts im Wege. Vom Abstieg über die Steinernen Mandl würde er jedoch abraten. Egal, gehen wir halt den Detmolder Grat wieder hinunter. Am Gipfel angekommen bin ich wieder einmal von der Schönheit der Bergwelt fasziniert. Die Sichtweite beträgt über 100 km und man sieht so unglaublich viele Berge. Bekannte und Unbekannte. Da heißt es einfach nur genießen und das tun wir auch.

Fazit: Bei so einem Kaiserwetter am Gipfel der Tauernkönigin zu stehen, ist einfach ein Hochgenuss!

15.-17.9.2018 Karnischer Höhenweg: Helm- Filmoor Standschützenhütte

Wenn ich in den letzten Jahren Mehrtagestouren plante, galt es meist in relativ kurzer Zeit zahlreiche Gipfel zu besteigen. Diesen Herbst waren die Vorgaben jedoch andere. Es galt eine schöne dreitägige Weitwanderung zu finden, welche am ersten Tag nicht einen reinen Hüttenaufstieg beinhaltet und auch in weiterer Folge einen eher gemütlichen Charakter aufweist. Fündig wurde ich im westlichen Teil des Karnischen Höhenwegs. Mit dem Zug ging es ganz entspannt nach Vierschach und von dort mit der Gondel hinauf auf den Helm. Damit war einmal gewährleistet, dass am ersten Tag kein reiner Hüttenaufstieg am Programm stand. Die Weitwanderung zur Obstanser See Hütte ist zwar nicht kurz, aber in Summe recht gemütlich. Der zweite Tag wurde dann mit der Besteigung der Großen Kinigat etwas alpiner, durch die Übernachtung auf der Filmoor Standschützenhütte aber relativ kurz gehalten. Zuletzt ging es noch über das Hocheck und die Öfenspitze hinab nach Kartitsch und von dort mit Bus und Bahn zurück.

In Summe eine herrliche Tour und das mit der besten Begleitung die man sich nur vorstellen kann!

10.9.2018 Großer Hafner

Der Große Hafner ist ein relativ einfach zu erreichender 3000er. Aber trotzdem habe ich es bis heuer nicht geschafft, diesem Gipfel einen Besuch abzustatten. Von der Kölnbreinsperre aus ist der Weg zwar etwas weiter als vom Parkplatz unterhalb der Kattowitzer Hütte, dafür macht man etwas weniger Höhenmeter und hat schon sehr bald eine schöne Aussicht zum nahen Hochalmmassiv. Die Kattwoitzer Hütte wirkt alleine schon durch ihre Lage in einem baumfreien Kessel fernab von Straßen und Seilbahnen sehr urig.

8.9.2018 Eiskargletschermessung

Auch heuer fand Anfang September im Auftrag des ÖAV wieder die Längenmessung am südlichsten Gletscher Österreichs statt.

Noch vor 30 Jahren hätte ein so schneereicher Winter, wie er 2017/18 war, zu einem deutlich Massengewinn geführt. Das Sommerhalbjahr 2018 war jedoch das wärmste seit Messbeginn und deshalb wurde aus einem erwarteten Massengewinn ein leichter Massenverlust. Es stimmt aber zumindest ein wenig optimistisch, dass auch heutzutage nach schneereichen Wintern selbst außergewöhnlich warme Sommer nicht alle Winterrücklagen abschmelzen können.

Das Gesamtbild des Eiskargletschers ist  in Bezug auf sein Längenverhalten  im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Jetzt heißt es, auf einen weiteren sehr schneereichen Winter in den Karnischen Alpen zu hoffen, damit das Eiskar noch möglichst lange der südlichste Gletscher Österreichs bleibt!

20.08.2018 Kleiner und Großer Salzkofel

Obwohl der Salzkofel eigentlich relativ leicht zu erreichen ist, fehlte er bisher auf meiner Tourenliste. Diese Tatsache hat sich aber nun geändert. Von Kolbnitz aus geht es mit dem Schrägaufzug rasch auf 1200m und schon nach wenigen Metern ist man als flotter Wanderer alleine unterwegs. Weiter oben trifft man dann wirklich kaum mehr Leute und allzu viele dürften hier auch nicht gehen, denn die Schwarzbeerstauden sind voll mit reifen Beeren, welche beim Aufstieg eine willkommene Stärkung darstellen. Oberhalb der Waldgrenze hat man dann wieder das typische Kreuzeckbild. Herrliche Almmatten, die von den etwas felsigeren Gipfelaufbauten überragt werden. Vom Gipfel aus bietet sich bei guter Sicht ein toller Rundumblick. Beim Abstieg geht's noch auf einen Einkehrschwung in die urige Salzkofelhütte, welche seit Jahrzehnten fast unverändert dasteht.

Fazit: Wer die Kreuzeckgruppe nicht mag, dem ist einfach nicht zu helfen....

04.08.2018 Grande Nabois via Spranga

Wenn der große mit dem kleinen Bruder 2.018. Wie schon genau vor einem Jahr galt es auch dieses Mal bei großer Hitze eine feine Tour (sprich mindestens 1500 Höhenmeter) in den Julischen Alpen zu finden. Heuer fiel meine Wahl auf den Grande Nabois und den Aufstieg über die Spranga. Das Tolle an dieser Variante ist neben der atemberaubenden Umgebung zwischen Wischberg und Montasch, dass man selbst bei "spätem" Start (7h in der Saisera) sehr lange im Schatten wandert. Wenn der große mit dem kleinen Bruder unterwegs ist, kommt neben dem Genuss aber auch der sportliche Charakter solch einer Tour nicht zu kurz. Also ging es flotten Schrittes und frohen Mutes vorbei an den ganzen Steilrinnen dieser Gegend, welche teils herrliche Erinnerungen an manch eine grandiose Winterbesteigung wach werden ließen. Schließlich und endlich kamen wir erst wenige Höhenmeter unter dem Gipfel in die Sonne, welche uns dann über den Ostgrat hinunter zur Pellarini Hütte und zurück hinab in die Saisera begleitete.

Fazit: Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich nicht viel verändert, der Kleine ist dem Großen einfach deutlich unterlegen.... trotzdem ist es jedesmal ein Genuss etwas zusammen zu unternehmen!

13.7.2018 Fallbach Klettersteig

Bei Klettersteigen und hier besonders bei Sportklettersteigen scheiden sich oftmals die Geister. Die eine Seite liebt die sportliche Herausforderung, die andere Seite sieht den Sinn und Zweck von schwierigen Klettersteigen nicht so recht. Der Fallbach Klettersteig (D/E) ist so ein Sportklettersteig im Maltatal unmittelbar neben einem beeindruckenden Wasserfall. Anhaltend schwierig durchquert er eine knapp 200 Höhenmeter hohe Wand.

Mein Fazit: Mir gefallen die alpinen Klettersteige besser, zwischendurch kann so ein Sportklettersteig aber auch durchaus seinen Reiz haben.

29.6.-1.7.2018 Sextener Dolomiten Rundtour

Einmal im Jahr geht es mit einem oder mehreren Freunden für ein paar Tage in die Berge, das ist schon Tradition. Heuer wählten wir die Sextener Dolomiten für unsere 3 bis 4-Tagestour aus. In den Sextener Dolomiten auf höhere Gipfel zu kommen ist aber gar nicht so leicht, denn die wirklich hohen Gipfel sind fast ausschließlich nur über Kletterrouten zu erreichen. Mit etwas Tüfteln und Kartenstudium haben wir dann aber eine tolle Runde gefunden, die uns auf vier hohe Gipfel der Sextener bringen sollte.

Aber schon der erste Anruf bei der Zsigmondyhütte warf den gesamten Plan über den Haufen. Die Strada degli Alpini wird erst am kommenden Tag von den Sextener Bergführeren freigeschaufelt, also muss die Sextener Rotwand warten und wir drehen die Runde um. Am ersten Tag geht es also vom Fischleintal aus auf die Schusterplatte und nachdem die Drei-Zinnen-Hütte noch zu war (öffnete erst einen Tag später) und die Büllelejochhütte schon voll, übernachteten wir auf am Rif. Lavaredo. Dort der nächste Schock. Während wir unterwegs waren, liefen auf allen Hütten der Region die Telefone heiß. Keiner hatte für den folgenden Tag (ein Samstag) einen Platz für uns. Wir waren vom Andrang doch ein wenig überrascht. Keiner? Der Hüttenwirt des Rif. Lavaredo hatte Rat für uns. Das Rif. Carducci. Er rief für uns dort an und siehe da, diese Hütte hatte noch zwei Plätze für uns frei. Danke dem Hüttenwirt für seinen Bemühungen. Also am zweiten Tag gegen den Strom die Drei Zinnen umrundet, ohne Stau auf den Paternkofel aufgestiegen und über herrliche alte Kriegssteige vorbei an der Büllelejochhütte zur Zwölferscharte und über die Zsigmondyhütte schließlich und endlich zum Rif. Carducci. Dort werden wir von einem super netten Team empfangen, der Schmäh rennt, auch unter den internationalen Gästen ist die Stimmung prächtig und das Abendessen ist ausgezeichnet.

Für den nächsten Tag war schließlich der höchste Gipfel der Runde, die 3046m hohe Hochbrunner Schneid, anvisiert. Über die Forcella Giralba ging es ins Innere Loch und über immer steiler werdende Schneefelder aufwärts. Nachdem wir unsere Pickel schon zwei Tage mit uns mitgetragen hatten, kamen diese nun endlich zum Einsatz. Schließlich erreichten wir problemlos den Gipfel und waren wie auch schon auf der Schusterplatte komplett alleine. Der Rückweg über die Strada degli Alpini ins Fischleintal war dann nochmals ein Highlight. Die Sextener Rotwand, welche wir eigentlich als erstes besteigen wollten, ließen wir "rechts" liegen. Sie muss weiter auf uns warten, aber aufgrund der aktuellen Schneelage dürfte ein Aufstieg über die von uns geplante Route via Sentinella Scharte eh noch nicht möglich gewesen sein.

Fazit:

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Wir haben zwar 3 von 4 geplanten Gipfel erreicht, die Reihenfolge war jedoch genau umgekehrt. Auch die Übernachtungen fanden auf anderen Hütten statt. Sowohl im Rif. Lavaredo als auch im Rif. Carducci haben wir uns jedoch sehr wohl gefühlt!

23.6.2018 Cime piccole di Rio Bianco

Vor fast genau 8 Jahren war ich zum letzten Mal auf diesen herrlichen Gipfeln. Damals im Gegensatz zu heute aber nicht bei wunderschönem Wetter. Die aktuell kühlen Temperaturen am Berg haben jedoch dazu geführt, dass schattseitige Schneefelder pickel hart waren. Wer also in den kommenden Tagen in schattigen Karen und Rinnen der Julier unterwegs ist, sollte Pickel oder Steigeisen mitführen.

Am Gipfel waren wir dann übrigens sehr überrascht, dass wir sogar einen kleinen Zipfel der Adria erkennen konnten. In Summe eine herrliche Tour in wunderbarer Umgebung.

3.6.2018 1. Eiskarbegehung im Jahr 2018

Nach dem schneereichen Winter und dem außergewöhnlich milden Frühling gingen wir mit gemischten Gefühlen Anfang Juni zum ersten Mal im Jahr 2018 ins Eiskar. Optimistischer Weise hatte ich von unseren Freunden der Bergrettung in Kötschach- Mauthen nochmals einen Verlängerungssatz für meine mittlerweile auf 8m geschrumpfte Lawinensonde "angefordert". Der erste Blick zum Gletscher war dann zwiegespalten. Einerseits begannen einzelne Schuttrücken schon auszuapern, andererseits erschienen die Mulden dazwischen sehr gut mit Schnee gefüllt zu sein.

Der erste Eindruck sollte auch nicht täuschen. Die Schneehöhen in den klassischen Lawinenbahnen betrugen flächendeckend noch 8 bis 12m, während am Wandfuß oder auch im östlichen Gletscherteil im Mittel "nur" rund 4 bis 5m Schnee lagen.

In Summe gingen wir aber doch zufrieden wieder ins Tal, denn nach zwei "Seuchenjahren" lässt die aktuelle Schneelage zumindest auf eine nur leicht negative Bilanz für das Jahr 2018 hoffen.

19.5.2018 Oberlercherspitz

Seit Jahren steht der Oberlercherspitz auf der ToDo-Liste und jetzt war es endlich so weit. Nach einer der wenigen klaren Mainächte machten wir uns bei perfekten Bedingungen von der Kölnbreinsperre weg über das Langkar auf den Weg zum Oberlercherspitz. Zunächst hieß es die Schier etwas mehr als 30 Minuten lang zu tragen. Ab 2000m ging es dann aber mit Schiern bis auf den Wintergipfel. Die Abfahrt erfolgte schon knapp vor 10 Uhr. Oben gab es perfekten griffen Harsch, ab etwa 2500m super Firn.

28.4.2018 Valentin Gletscherlauf (Rauchkofel)

Nach einigen Jahren Pause war ich heuer wieder einmal beim Valentin Gletscherlauf dabei. Bei schönem Wetter ging es zusammen mit hunderten anderen Schitourengehern auf das Valentintörl. Wir waren den Massen ein wenig voraus und fanden am Rauchkofel noch genügend Platz vor. Ins Angerle hinunter zur Wolayer See Hütte waren wir dann praktisch alleine unterwegs. Nur einzelne Schitourengeher sind vom Valentin Törl noch zum See hin abgefahren.

Die Abfahrt vom Törl zurück Richtung Untere Valentin Alm war am späten Vormittag weich aber super zu fahren.

Gratulation an die Bergrettung Kötschach- Mauthen zu dieser tollen Veranstaltung!

Knapp 500 Schitourengeherinnen und Schitourengeher warten auf den Start vom Valenlentin Gletscherlauf am Valentin Törl (28.4.2018)
Knapp 500 Schitourengeherinnen und Schitourengeher warten auf den Start vom Valenlentin Gletscherlauf am Valentin Törl (28.4.2018)

8.4.2018 Hochgasser und Messelingkogel

Am Rückweg vom Gletschermessertreffen in Innsbruck haben wir nebem dem Gilfert in Nordtirol auch in Osttirol einen sehr bekannten und stark besuchten Gipfel bestiegen, den Hochgasser. Aber es ist wirklich ein schöner Schiberg und mit den heurigen Schneeverhältnissen war es auch ein richtiger Genuss. Bei der Abfahrt vom Hochgasser hab ich noch dem Messelingkogel einen kurzen Besuch abgestattet. Die Südflanke dieses Berges als Abfahrtsvariante hat mich schon beim Aufstieg zum Hochgasser "angelacht".

20.2.2018 Dobratsch vom Tal

Von Villach weg auf den Dobratsch mit Schiern. Klingt weit, ist es auch, aber manchmal muss man solche Touren einfach machen. Also ging es mit motorisierter Unterstützung bis zum Parkplatz der Rodelbahn in Pogöriach. Dann zu Fuß über die Rodelbahn hinauf bis auf die Höhe vom Hundsmarhof. Dem Wegweiser Kaserin folgend geht es durch den Wald höher bis die schöne Alm in knapp über 1400m erreicht wird. Von der Kaserin weg sind es zwar nur mehr rund 300 Höhenmeter bis zur Rosstratten, die Längenmeter über den Alpengarten sind aber nicht zu unterschätzen. Zuletzt wartet dann noch der weite Weg zum Gipfel, den ich aber aufgrund der schlechten Sicht gegen den Zehner eingetauscht habe. Bei der Abfahrt muss auch viel gequert werden.

Also aufgrund der Abfahrt geht man diese Tour sicher nicht, der Aufstieg durch den tief winterlichen Wald hat aber seine Reize und zuletzt natürlich das erhabene Gefühl, dass man zu Fuß vom Tal auf den Berg unterwegs war....

Vom Tal aus über den Hundsmarhof und die Kaserin (Bild) auf den Dobratsch
Vom Tal aus über den Hundsmarhof und die Kaserin (Bild) auf den Dobratsch

8.2.2018 Blekowaalm

Schon seit Jahren haben mich gewisse Waldschneisen in den westlichen Karawanken vom Tal aus angelacht. Jetzt war es endlich soweit und nach genauem Karten- und Luftbildstudium haben wir eine schöne Route über einen dieser Schläge hinauf zur Blekowaalm gefunden. Beim Ausgangspunkt in Korpitsch waren wir gleich einmal überrascht, dass in den Tagen vor uns schon einzelne Schitourengeher dort unterwegs waren. Bis ganz oben hat es dann aber doch keiner geschafft. So mussten wir zumindest die letzten 200 Höhenmeter doch selber spuren. Die Abfahrt war perfekt und die Tour absolut gelungen.

20.1.2018 Bartlmann

Während in den Karawanken der Schnee selbst im Hochwinter eher weniger wird, hat es im Nordwesten Kärntens in letzter Zeit wiederholt geschneit. Aus diesem Grund war es klar, dass es dieses Mal irgendwo Richtung Hohe Tauern oder nördliche Nockberge gehen würde. Ein Bergfreund aus Gmünd hat den Bartlmann vorgeschlagen, angeblich seinen die Verhältnisse dort im Moment sehr gut. Also ging es auf seine "Verantwortung" nach Kleinhattenberg hoch über Gmünd und von dort mit den Schiern auf den Wintergipfel des Bartlmanns. Und was soll man sagen? Selten erlebt man so herrlichen Schnee, in solch herrlicher Umgebung, bei so schönem Wetter mit so netten Bergfreunden!

14.11.2017 Großer Frauenkogel

Eine so gute Schneelage im November gab es in den Südalpen wohl seit 2010 nicht mehr. Zumindest oberhalb von 1000m herrscht Winter. Da die Zeit etwas knapp war, wir aber trotzdem etwas Neues ausprobieren wollten, haben wir uns für eine Tour auf den Großen Frauenkogel von Süden her (Slowenien) entschieden. Besonders im oberen Bereich verwöhnt diese Schitour mit traumhaftem Ambiente.

7. und 8.8.2017 Säulkopf und Weißspitze in der Venedigergruppe

Eigentlich hätte es ja eine Klettertour in den Karnischen Alpen werden sollen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. So wurde es eine 2- Tagestour am Venediger Höhenweg. Vom Virgental aus ging es zur Bonn-Matreier Hütte und weiter auf den Säulkopf. Dort waren wir noch für Sekunden über dem Hochnebel. Der Versuch, mit einer Besteigung des Hohen Eichhams doch noch über den Hochnebel zu kommen, scheiterte im Nebel. Am nächsten Tag ging es dann bei strahlendem Sonnenschein über die Eisseehütte auf die Weißspitze. Bis wir den Gipfel erreicht hatten, hatte sich der morgendliche Hochnebel aber schon wieder gehoben und zahlreiche umliegende Berge in Nebel gehüllt. Zumindest ein kurzer Blick war uns auf den Venediger vergönnt. Trotzdem war es eine wunderbare Tour in einer herrlichen landschaftlichen Umgebung.

4.8.2017 Foronon del Buinz und Kastreinspitzen

Wenn der große mit dem kleinen Bruder unterwegs ist, dann ist es für einen von den beiden verdammt anstrengend. Die Aufgabenstellung lautete: Eine schöne Tour (das heißt mindestens 1500 Höhenmeter) in den Juliern zu planen. Aufgrund der Hitze war rasch klar, dass es möglichst hoch hinauf gehen sollte. Also fiel meine Wahl auf den Senterio Merlone, welcher von der Terrarossa bis zur Bärenlahnscharte führt. Der erste Anstieg von der Pecol Alm weg liegt im Schatten und erst kurz vor dem Foronon del Buinz kommt man zum ersten Mal in die Sonne. Bis dahin hat man schon über 1000 Höhenmeter hinter sich. Der Steig selbst führt immer wieder über herrliche Bänder mit tollen Aus- oder Tiefblicken. In der Bärenlahnscharte angelangt ist klar, dass wir auch noch die Kastreinspitzen mitnehmen. Als wir dann zur Moses Scharte absteigen, brennt die Sonne erbarmungslos herunter, deshalb verweigert eine Hälfte der Mannschaft den Weiterweg zum Wischberg und so treten wir den langen Rückweg Richtung Pecol Alm an. Während der große Bruder dort scheinbar top fit ankommt, sind dem kleineren der beiden die mehr als 1800 Höhenmeter und das hohe Marschtempo deutlich anzusehen. Trotzdem war es eine tolle Tour.

18.5.2017 Johannisberg

Mut kann man sich nicht erkaufen und das oftmals nötige Glück auch nicht. Seit zwei Monaten hatten wir den 18.5.2017 als Termin fixiert, um unserem Senior den Wunsch zu erfüllen auf den Johannisberg zu gehen. An den Tagen vor der Tour kamen aber Zweifel auf: Hochnebelobergrenze und Temperaturen zu hoch. Ich entscheide mich aber trotzdem zur Durchführung der Tour und wir werden belohnt. Der Hochnebel verzieht sich mit unserer Ankunft auf der Franz-Josefs-Höhe und die kommenden sieben Stunden werden wir von strahlendem Sonnenschein begleitet. Das Ambiente ist gewaltig und die Abfahrt im oberen Teil perfekt, weiter unten dann weich, aber nicht bodenlos. In Summe hätten wir es von der Schneelage, den Verhältnissen und dem Wetter nicht besser erwischen können.

15.3.2017 Mittagskogel via Ostflanke

Seit Wochen war es ruhig auf der Berg- und Schitourenseite. Mitte März war es endlich so weit und ich kam zur ersten Schitour im Kalenderjahr 2017. Die Schneelage ist ja in diesem Winter in den Südalpen nicht so berauschend, trotzdem findet man eine Vielzahl an Schitourenmöglichkeiten. Nachdem ich im Winter noch nie über die Ostseite auf den Mittagskogel gestiegen bin, wurde diese Tour für heute ausgewählt. Mit dem Auto ging es fast bis auf 1000m, wo wir schließlich auf dem Eis hängen geblieben sind. Von dort ging es aber schon mit den Schiern los. Der Forstweg war perfekt zu gehen, im Wald selbst liegt unterhalb von 1200m aber fast kein Schnee. Die Grabenquerungen nach der Bertahütte hinauf zu den freien Osthängen waren aufgrund der eher geringen Schneelage recht mühsam, aber in Summe ganz gut machbar. Am Gipfel angekommen hat man dann dieses herrliche Panorama mit dem Faaker See tief im Tal. Die Abfahrt war anspruchsvoll, denn die Schneearten wechselten oben rasch. Weiter unten gab es tiefen Firn.

In Summe würde ich sagen, einmal muss man diese Schitour gemacht haben. Für ein zweites Mal müssen die Verhältnisse aber perfekt sein, sonst quält man sich nicht durch zahlreiche Gräben und nimmt 500 Höhnenmeter Forststraße in Kauf, "nur" um oben 400 "schöne" Höhenmeter zu haben und die herrliche Aussicht zu genießen.

27.1.2017 100km Eisschnelllaufmarathon am Weißensee

Zum zweiten Mal nach 2015 nahm ich heuer an einem Eisschnelllaufmarathon am Weißensee teil. Da sich der Trainingsaufwand in Grenzen gehalten hatte, blieb es aber wie schon vor zwei Jahren "nur" beim 100er. Mehr als 1000 Sportler machten sich um 7h bei -15°C auf den Weg, der Wurm an Eisschnelläufern war mehrere Kilometer lang. Unser Ziel die 100km mit einem Schnitt von 30km/h zu absolvieren, haben wir zwar knapp verpasst, trotzdem war es ein toller Wettkampf und wer weiß, vielleicht geht es ja schon nächstes Jahr über die 200km...

Eisschnelllaufmarathon am Weißensee
Eisschnelllaufmarathon am Weißensee

17.1.2017 Schnell unterwegs am Eis

Mittlerweile hat es zwischen Naßfeld, Gerlitzen und Karawanken wohl 15 bis 40cm Neuschnee gegeben. Aufgrund der fehlenden Unterlage sind aber weiterhin meist nur wenige "Forstwegschitouren" möglich. Mich stört das nicht, so kann ich wenigsten in aller Ruhe für den Eisschnelllaufmarathon trainieren. Heute ging's am Pressegger See "rund". Die Bahn dort wird von der Stadtgemeinde Hermagor geräumt und ist in gutem Zustand. Leider ist die Bahn etwas schmal, zwischen 9 und 10h unter der Woche hat das aber nicht gestört, denn außer mir zog nur eine weitere Person ihre Runden auf der 2km langen Schleife.

Eisschnelllaufen am Presegger See
Eisschnelllaufen am Presegger See

15. und 16.9.2016 Lienzer Dolomiten: Laserzwand, Große Sandspitze und Seekofel

Wie schon in den letzten Jahren ging es auch heuer im Sommer wieder für zwei Tage in die Lienzer Dolomiten. Vor einer nahenden Front sollte das Wetter genutzt werden. Somit ging es am ersten Tag über den Laserzwandklettersteig auf den gleichnamigen Gipfel und von dort über den Panoramaklettersteig bis zur Großen Sandspitze. Von dort erfolgte der Abstieg zur Karlsbader Hütte, wo ein gemütlicher Hüttennachmittag und -abend folgte. Am nächsten Morgen ging es bei traumhaftem Wetter über einen weiteren Klettersteig auf den Seekofel. Dieser Gipfel bietet ein fantastisches Panorama in alle Himmelsrichtungen. Der Abstieg erfolgte dann zurück hinunter zum Parkplatz bei der Dolomitenhütte. Binnen weniger Stunden bin ich mehr Klettersteighöhenmeter als in den letzten Jahren zusammen gegangen. In Summe war es ein kompakter und äußerst lohnender Ausflug in die Lienzer Dolomiten.

13.8.2016 Jalovec

Seit langer Zeit schon habe ich den Wunsch in mir getragen endlich einmal das Matterhorn der Julier zu besteigen und endlich sollte dieser Wunsch in Erfüllung gehen. Aber ganz so einfach war es dann auch wieder nicht. Beim Start in Planica stellt einer meiner beiden Begleiter fest, dass seine Bergschuhe zu Hause geblieben waren. Erste Frage: Kann man den Jalovec auch mit Turnschuhen erklimmen? Zumindest kann man es probieren. Am Weg zum Tamar Haus fällt mir auf, dass ich meine Jause zu Hause vergessen hatte, aber zumindest eine süße Stärkung und genug Flüssigkeit hatte ich mit, also weiter. Kurz vorm Einstieg zum Klettersteig unter der Jalovška škrbina hatte der zweite "bebergschuhte" Begleiter genug. Ihm ist der Gschröfhaufen" nicht geheuer. Also ging es zu zweit weiter Richtung Gipfel, welchen wir dann auch ohne Probleme erreichten. Kurz vor dem Erklimmen des höchsten Punktes war uns sogar ein kurzer Blick zum Meer vergönnt. Der Weg zurück ins Tal ist lange, aber das beim Tamar Haus deponierte Mountainbike und ein Laško pivo erleichterten den Rückweg nach Planica ungemein. Fazit: Lange Tour durch viel Geschröf, aber trotzdem schön.

8.8.2016 Vom Jepza Sattel zum Techantinger Mittagskogel

Wieder hatte ich die Möglichkeit einen Vormittag am Berg zu verbringen und auch das Glück, dass erstens das Wetter schön und zweitens ein netter Begleiter parat stand. So ging es flotten Schrittes auf den Jepza Sattel und dann über den Grenzkamm zum Schwarzkogel. Von dort weiter über den Mallestiger zum Techantinger Mittagskogel und schließlich über die Blekowaalm hinunter nach Korpitsch, wo wir ein zweites Auto deponiert hatten. Es ist einfach super, wenn man solch lässige Touren machen und dann zu Mittag schon wieder zu Hause das Essen genießen kann.

4.8.2016 Oisternig über die Aussicht

Stabile Tage sind in diesem Sommer ja eher selten. Also habe ich einen dieser Tage genutzt um zumindest eine kleine Wanderung zu machen. Aber klein liegt immer im Auge des Betrachters und für meine Begleiterin war es ihre bisher "alpinste" Tour. Die Aussicht vom Oisternig in die nahen Julier ist immer wieder herrlich und bei beiden Wanderern war die Freude nach dem Erreichen des Ausgangspunktes (Feistritzer Alm) groß.

Während wir die Julier betrachten, betrachtet der Sonnenhut uns :-)
Während wir die Julier betrachten, betrachtet der Sonnenhut uns :-)

23.07.2016 Bike 'n' hike auf den Mittagskogel (via Jepza Sattel und Westgrat)

Seit Wochen plane ich den Mittagskogel von Villach aus ohne Auto zu besteigen und heute hat es endlich geklappt. Zunächst ging es mit dem Rad über Finkenstein auf den Jepza Sattel bzw. zur ehemaligen Annahütte. Dort angelangt wurde das Schuhwerk gewechselt und das nächste Ziel war via Westflanke der Mittagskogel. Nachdem ich noch etwas Zeit bis zum Mittagessen hatte, entschloss ich mich nach dem Abstieg zur ehem. Annahütte mit dem Rad auf die slowenische Seite abzufahren und den Rückweg über Kranjska Gora und den Wurzenpass anzutreten. Bis Podkoren (am Südfuß des Wurzenpasses) war dies auch keine schlechte Idee, denn der Radweg D2 entlang der Save fährt sich wunderbar und ist auch sehr stark frequentiert. Auf den Wurzen hinauf büste ich dann aber für all meine Sünden. Die schon knapp 1800 zurückgelegten Höhenmeter spürte ich bei jedem Tritt, der Urlauberverkehr brauste an mir vorbei und ich konnte kaum mehr einen schnellen Tritt machen. Umso größer die Freude, als ich die Passhöhe erreichte. Zum Schluss galt es natürlich noch zurück nach Villach zu fahren, aber auch das schaffte ich noch. In Summe macht man bei dieser Runde etwa 2000 Höhenmeter und fast 70 Längenkilometer.

23.6.2016 Brandjochkreuz (Innbsburck, Karwendel)

Was macht man, wenn man um 10:30 in Innsbruck einen Termin hat und bereits am Vorabend anreisen muss? Richtig, man packt die Bergsachen mit ein und macht noch vor dem Termin eine "kleine" Tour. Da ich aber in letzter Zeit selten nach Innsbruck kam, wurde aus der kleinen Tour eine etwas größere. Von der Stadt ging es um 4:45 los mit dem von der Innsbrucker Verwandschaft geborgten Mountainbike, hinauf Richtung Nordkette - vorbei am Höttinger Bild - bis auf knapp über 1200m. Dann zu Fuß im hochfrequenten Pulsbereich weitere 1000 Höhenmeter aufwärts bis zum Brandjochkreuz. Nach einer kurzen Gipfelrast ging es die ganzen 1700 Höhenmeter wieder zurück ins Tal. Dort genüsslich unter die Dusche, dann zum Frühstücksbuffet im Hotel und schließlich stressfrei 30min vor der Zeit zum Termin.

Fazit: Leider geil, aber leider auch verdammt anstrengend.

21.5.2016 Dobratsch

Welch ein Glück, wenn man bei traumhaftem Wetter zu einer Geburtstagstour eingeladen wird. Ziel war der Dobratsch und der gesamte Auf- und Abstieg war einfach ein Genuss. Noch liegt oben am Weg ein wenig Schnee, aber alles problemlos zu gehen. Nach der nächsten Wärmeperiode kommt man dann auch trockenen Fußes bis auf den Gipfel.

Während des Aufstiegs auf den Dobratsch Blick in die winterlichen Julier (links Jalovec, rechts Mangart)
Während des Aufstiegs auf den Dobratsch Blick in die winterlichen Julier (links Jalovec, rechts Mangart)

16.5.2016 Sella Ursic

Endlich wieder einmal kalte Pfingsten und noch genug Schnee um auch in der Nähe Schitouren machen zu können. Vom Sella Nevea weg heißt es zunächst zwar etwa 20min über die Piste Schi tragen, dann geht es aber los und oben herrscht noch tiefer Winter. Die Verhältnisse sind nicht schlecht, wenngleich es heute keinen perfekten Firn gab, aber der Schnee war gut zu fahren. In Summe eine absolut lohnende Tour und nachdem die Gondel jetzt nicht mehr fährt finden sich nur wenige Leute in dieser grandiosen Umgebung!

Blick vom Rif. Gilberti zum Sella Bila Pec
Blick vom Rif. Gilberti zum Sella Bila Pec

30.4.2016 Begunjščica

Eigentlich hatte ich den Valentin Gletscherlauf fix eingeplant. Ein Freund hat mich dann aber doch dazu überredet in den Karawanken auf Pulversuche zu gehen. Wir stiegen also vom Loiblpass auf slowenischer Seite durch das schattige Nordkar auf die Begunjščica und dort fanden wir, was wir erhofft hatten: super Pulverschnee und das am 30. April. Bei wolkenlosem Wetter standen wir schon um 8h am Gipfel und kurze Zeit später genossen wir eine fantastische Abfahrt. Erst unterhalb von etwa 1350m war es mit dem Pulver vorbei, man konnte aber mit den Schiern noch bis zum Parkplatz abfahren.

3.4.2016 Hochstuhl via Grüne Ries

Fast auf den Tag genau vor 10 Jahren war ich das letzte Mal diese Schitour und eigentlich wollten wir heute in die Hohen Tauern und nicht in die Karawanken. Sturmspitzen von 90km/h am Sonnblick in den frühen Morgenstunden haben aber alle Pläne über den Haufen geworfen und kurzer Hand haben wir uns trotz der hohen Temperaturen für die niedrigen Karawanken entschieden. Und es sollte keine Fehlentscheidung sein. Bei durchwegs guten Verhältnissen ging es mit nur 2x Abschnallen (einmal zu Beginn und einmal am Grat) von der Stouhütte weg bis auf den Hochstuhlgipfel. Schnee liegt noch genug, Kosiak und Weinasch sind aktuell machbar, zweiterer aber wohl nicht mehr lange, da die Ausstiegsrinnen schon recht schmal sind. Im Vergleich zu 2006 liegt im Moment deutlich weniger Schnee, der milde und trockene März hat schon ganze Arbeit geleistet.

Blick zum Kosiak beim Auftsieg auf den Hochstuhl am 3.4.2016
Blick zum Kosiak beim Auftsieg auf den Hochstuhl am 3.4.2016

20.3.2016 Foronon del Buinz

Vor über 8 Jahren sind wir einmal diese herrliche Tour bei grässlichen Verhältnissen gegangen. Die aktuell perfekten Firnverhältnisse haben uns nun wieder an diesen tollen Berg geführt. In den Juliern gibt es wohl kaum eine Schitour, welche so weit hinauf führt bzw. wo man bei passender Schneelage (so wie heuer) unmittelbar vom Gipfel in über 2500m Seehöhe abfahren kann, ohne auch nur einmal abzuschnallen. Beim Aufstieg in der steilen Flanke sollte man aber psychisch und physisch gut drauf sein, denn Fehler darf man sich hier keinen erlauben. Das Gipfelerlebnis sowie die Abfahrt bei perfektem Firn (kurz vor 10:30) waren einfach traumhaft. Jetzt bin ich mit diesem Berg quitt! :-)

4.3.2016 Dobratsch

Nachdem sich der Winter im Feber sowie auch im März so richtig ins Zeug legt, konnten wir einen der wenigen schönen Tage nutzen und warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah! Also waren wir unter 100 anderen Schitourengeher am Dobratsch unterwegs. Es war herrlich wieder einmal am Hausberg unterwegs zu sein.

Abfahrt am Dobratsch durch den Lärchenwald
Abfahrt am Dobratsch durch den Lärchenwald

28.8.2015 Korsoka und Kranjska Rinka sowie Vellacher Baba

Einen Tag hatte ich Zeit und diesen galt es zu nutzen, besonders wenn man den weiten Weg bis in die Steiner Alpen antritt. Zum Glück war ich mit einem sehr motivierten Freund unterwegs, welcher für jeden "Blödsinn" zu haben war. Gestartet sind wir im Talschluss der Vellacher Kotschna, dann ging es über den Sanntaler und Seeländer Sattel auf die Koroska Rinka. Von dieser stiegen wir dann noch auf unser Hauptziel die Kranjska Rinka. Anschließend ging es einmal zurück zum Seeländer Sattel. Auf diesem angekommen, nahmen wir noch den Ledinski vrh mit. Auf diesem angekommen lachte uns die Vellacher Baba auch noch an, also auch auf diesen Gipfel und um dann nicht den selben Weg wieder zurückzugehen stiegen wir über den wilden Nordgrat zur Jenkalm und zurück zum Auto ab.

Fazit: Über 2000 Höhenmeter und vier verschiedene Berggipfel bei strahlendem Sonnenschein in einem wilden Gebirgszug. Einfach ein Traumtag!

11.8.2015 Jochspitze (Hohe Tauern)

Schön langsam kommt wieder etwas Bewegung auf die Berg- und Schitourenseite. Auf Einladung eines Freundes ging es in Maltatal und dort auf die Jochspitze. Dieser 3000er zählt wohl eher zur einsamen Sorte, dafür erlebt man hier Alpinismus pur. Von den etwas mehr als 1400 Höhenmetern, legt man etwa 1200 weglos zurück. Fast 500 Höhenmeter bewegt man sich am Großelendkees und schließlich folgen noch 80 Höhenmeter Gratkletterei, welche es aufgrund ihrer Ausgesetztheit aber durchaus in sich haben. In Summe eine super Tour auf einen tollen Gipfel, welcher aber wohl immer im Schatten seiner Nachbarin, der Hochalm, stehen wird.

21.1.2015 Alternative Elf-Städte-Tour am Weißensee

Wenn wenig Schnee liegt, muss man andere Herausforderungen suchen bzw.es hat mich diese Herausforderung gefunden.

100km Eisschnelllaufmarathon am Weißensee!

In den letzten beiden Wochen schaffte ich gerade zwei Trainingseinheiten mit 25 bzw. knapp über 30km. Aber im Wettkampf ist alles anders. Meiner Unerfahrenheit musste ich jedoch Tribut zollen und teils kilometerlang alleine dem leichten Gegenwind trotzen. Trotzdem gab's in Summe mit nicht ganz 3h40min auf die 100km ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Übrigens, diese Veranstaltung ist wirklich allen sehr zu empfehlen.

Blick auf die Eisschnellläufer am Weißensee
Blick auf die Eisschnellläufer am Weißensee

6.1.2015 Meerblick von der Forca Sopra Poviz

Die aktuelle Schneelage in den Südalpen lässt ja nur wenige lohnende Schitouren zu. Aus diesem Grund wählten wir neuerlich das Gebiet rund um den Sella Nevea, wo man schattseitig die Piste des Schigebiets für eine Abfahrt bis ins Tal nutzen kann. Der Aufstieg über den Kriegssteig ist problemlos machbar. Nur an zwei Stellen empfiehlt es sich die Schier kurz abzuschnallen. Im freien Gelände liegt genug aber nicht viel Schnee. Während ein Aufstieg zur Forca Sopra Medon kaum möglich ist, kann man die Forca Sopra Poviz mit Schiern erreichen. Der Blick nach Süden war an diesem Tag traumhaft. Im Golf von Triest konnte man mit freiem Auge die großen Schiffe erkennen. Mit etwas Zoom schaut das dann so aus:

Blick von der Forca Sopra Poviz zum Golf von Triest
Blick von der Forca Sopra Poviz zum Golf von Triest

24.-26.8.2014 Hochkönigüberschreitung

Seit Jahren schon möchte ich endlich einmal auf den Hochkönig gehen und fast hätte ich es auch heuer wieder nicht geschafft. Den ersten Termin mussten wir aufgrund des schlechten Wetters absagen und beim zweiten möglichen Termin hätten wir uns fast für eine Durchquerung der Julier entschieden. Aber nach genauer Studie der Wetterlage ergab sich ein Zeitfenster zwischen Sonntagnachmittag und Dienstagfrüh mit einem fantastischen Montag dazwischen. Bei Schneeregen ging es über den Radstädter Tauern zum Arthurhaus am Fuße des Hochkönigs, wo es bereits trocken war. Die Wolkenuntergrenze stieg im Gleichschritt mit uns höher und erst in 2800m tauchten wir in den Nebel ein. Am nächsten Morgen dann die große Erleichterung: Strahlendster Sonnenschein. Mit uns genießen 4 weitere Übernachtungsgäste den Sonnenaufgang. So nehmen wir die 10h Richtung Riemannhaus bestens gelaunt in Angriff und kommen dort fast 9h später auch zufrieden aber doch etwas müde an. Dienstagfrüh geht es dann schon im Morgengrauen wieder talwärts, wo wir mit den ersten Regentropfen auch ankommen und uns vom Wanderbus zurück zum Arthurhaus bringen lassen. Fazit dieser gewaltig Tour: Wer nicht risikiert, der nicht gewinnt.

12.7.2014 Sella Ursic-Kaningletscher

So etwas macht man nicht allzu oft in seinem Leben! Mein Vater hat eine ähnliche Schitour am Tag genau vor 36 Jahren durchgeführt und heute waren wir gemeinsam unterwegs. Als erste Gäste der Sommersaison fahren wir mit der Kaningondel bis zum Rif. Gilberti und schnallen unmittelbar hinter der Hütte die Schier an. Einmal heißt es kurz über eine apere Stelle tragen, der Rest geht durchwegs auf Schnee bis zum Sella Ursic! Auf der Westseite des Sattels apert eine Felschwelle hinunter zum Kaningletscher aus, sodass wir am 12.7.2014 auf etwa 20 Höhenmeter nur mehr ein 2 bis 10m breites Schneeband vorfanden. Dann geht es aber wieder ohne Probleme bis in den weiten Kessel am Fuße des Kaningletschers und über diesen zurück hinauf zum Sella Ursic. Zuletzt noch die Abfahrt zum Rif. Gilberti. Schnee liegt teils noch extrem viel, das Schifahren ist aufgrund der sommerlichen Struktur des Schnees recht anstrengend, geht aber sehr gut. Für die erste Julischitour meines Lebens eigentlich perfekt!

Hier kann man heuer wohl den ganzen Sommer über Schitouren gehen! Der Prevala-Kessel am 12.7.2014
Hier kann man heuer wohl den ganzen Sommer über Schitouren gehen! Der Prevala-Kessel am 12.7.2014

4.5.2014 Prestreljenik - Mare e monti

Schnee für lohnende Schitouren liegt in den Julischen und Karnischen Alpen oberhalb von etwa 1200m noch genug. Uns zog es auf den Prestreljenik, den östlichsten Gipfel des Kaninzuges. Seine steile Gipfelflanke kann man im Mai wohl nur in schneereichen Wintern und nach kalten Nächten gehen. Bei uns herrschten perfekte Verhältnisse und vom Gipfel aus hatten wir einen traumhaften Blick zum Meer wie auch zu unzähligen Gipfel von den Juliern bis zu den Dolomiten.

6.4.2014 Creta di Rio Secco- Trogkofelumrundung

Im Moment erfülle ich mir einige lang gehegte Tourenwünsche. Dieses Mal schaffte ich es endlich ins Trogtal. Von Sonnleiten am Naßfeld weg ging es über den Rudnigsattel auf die Creta di Rio Secco und dann hinunter ins Trogtal. Aufstieg zum Zottachkopf, Abfahrt nach Norden, Aufstieg zum Großen Sattel, Abfahrt ins Schigebiet und Rückanstieg nach Sonnleiten. Was für eine Tour! Man startet im Schigebiet und gelangt in traumhaftes und einsames Gelände an den Südhängen des Trogkofels! Die Schneelage ist heuer wirklich beeindruckend. Vor 2 Jahren konnte man Mitte April mit dem Auto bis zur Rattendorfer Alm fahren, heuer liegen dort aktuell noch über 2m Schnee!

1.4.2014 Jof di Sompdogna

Vor Jahren mussten wir einmal beim Nordanstieg etwa 50 bis 100 Höhenmeter unterm Gipfel wegen Nebels umkehren. Dieses Mal gab es traumhaftes Wetter und die fantastische Schneelage ermöglicht es heuer auch, den Jof di Sompdogna von Süden her zu erklimmen. Aufgrund der hohen Temperaturen gilt es früh dran zu sein, denn aus den steilen Südflanken lösen sich zu Mittag immer wieder Gleitschneelawinen. Bei unserer Abfahrt um 10h ist der Schnee zwar schon tief aber nicht faulig und somit sehr gut zu fahren.

30.3.2014 Dobratsch via Alpenlahner

Viele Jahre hat es gedauert, bis ich es endlich geschafft habe meinen Hausberg auch im Winter über den Alpenlahner zu besteigen. Die gute Schneelage im heurigen Winter musste einfach genutzt werden und aktuell kann man mit den Schiern mit einer kurzen Tragepassage von 20m noch bis nach Bad Bleiberg abfahren. Oben liegt viel Schnee und der Neuschnee vom letzten Wochenende war noch ungebunden. Im steilen Bereich (>35°) macht das zumindest kurzfristig etwas Bauchweh, aber im Nachhinein war es kein Problem.

Bis etwa 1750m fanden wir noch teils leicht gepressten Pulver, darunter stärker gepresst oder etwas umgewandelt aber gut fahrbar. Dann ca. 200 Höhenmeter mühsam mit Bruch, ehe es im unteren dichten Waldteil auf kompaktem Schnee in engen Schwüngen talwärts geht.

11.3.2014 Oisternig Süd-Nordwest

Viel Schnee verlangt nach außergewöhnlichen Touren. Durch einen Tipp haben wir erfahren, dass es auf der Nordwestseite vom Oisternig noch Pulver geben soll. Nachdem wir die Nordwestflanke vom Oisternig heuer sowieso noch machen wollten, hielt uns jetzt also wirklich nichts mehr davon ab. Da der viele Schnee aber auch eine herrliche Firnabfahrt über die Südflanke erlaubte, mussten wir heute zwei Mal auf den Gipfel. Der Genuss wurde aber perfekt, als wir auf der Nordwestseite tatsächlich noch Pulver und ebenso feinsten Firn vorfanden!

Anbei ein kleines Video:

4.3.2014 Feistritzer Alm und Sella Nevea

Heute ging es von der italienischen Seite aus auf die Feistritzer Alm. Schnee liegt unten und oben genug. Auf sonnseitigen Hängen gibt es teils schon Harsch und bei der aktuellen Wetterprognose dürfte es am Wochenende doch schon ganz passable Firnverhältnisse geben. Schattseitig liegt noch super Pulver. Die letzten Meter zur Alm legten wir im white out zurück und verzichteten deshalb auf den Gipfel des Oisternig. Nach der Abfahrt machten wir noch einen Abstecher zum Sella Nevea, der Pass ist auch von Tarvis her wieder offen, ebenso der Predil.

Anbei zwei Eindrücke von der Straße auf den Sella Nevea:

Knapp unterhalb vom Pass türmt sich der Schnee links und rechts der Straße doch recht hoch
Knapp unterhalb vom Pass türmt sich der Schnee links und rechts der Straße doch recht hoch
Unvorstellbar groß der Lawinenkegel knapp hinter dem Raibler See. Links und rechts der Straße liegen an die 10m Schnee!
Unvorstellbar groß der Lawinenkegel knapp hinter dem Raibler See. Links und rechts der Straße liegen an die 10m Schnee!

23.2.2014 Mirnock

Nachdem die Tage mit Schönwetter im Süden in letzter Zeit eher rar waren, zog es heute scheinbar halb Kärnten auf die Berge. Nachdem wir am 22.2.2014 wieder einmal am Dobratsch unterwegs waren, und dort im Pulver fast versunken sind, peilten wir für den kommenden sonnigen Tag einen Gipfel mit etwas weniger Schnee an. Am Mirnock wurden all unsere Erwartungen erfüllt. Vom Spieler (letzter Hof) weg viel Schnee und etwa 15 bis 25cm Pulver auf einer ganz gut tragfähigen Unterlage. Obwohl vor uns schon zahlreiche Schitourengeher talwärts geschwungen waren, fanden wir etwas abseits traumhafte Hänge.

 

Safety powered by:

Perfektes Rundumtraining
Perfektes Rundumtraining